Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Square: Heilsarmee sammelt Spenden per Android-Kreditkartenleser

Die US-Heilsarmee setzt erstmals einen Kartenleser für Kreditkarten ein, der in den Mikrofoneingang eines iPhones, iPads oder Android-Smartphones gesteckt werden kann. Damit soll die Spendenbereitschaft vor Weihnachten erhöht werden.
/ Andreas Donath
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
US-Heilsarmee sammelt Spenden mit Smartphone-Kreditkartenlesegerät. (Bild: Tom in NYC / CC BY 2.0)
US-Heilsarmee sammelt Spenden mit Smartphone-Kreditkartenlesegerät. Bild: Tom in NYC / CC BY 2.0

Der Square ist ein kleiner Kreditkarten-Durchzugsleser für Mobilgeräte mit iOS und Android. Der Händler bzw. der Spendensammler zieht die Kreditkarte durch den Leseschlitz des Geräts. Der Spender unterschreibt auf dem Bildschirm und bestätigt die Transaktion.

Die Abwicklung erfolgt verschlüsselt über die Onlineanbindung des Smartphones. Die Android-Handys und die Onlineverbindung wurden von der US-Telefongesellschaft Sprint Nextel gespendet.

Die Heilsarmee in den USA will das neue System zunächst in San Francisco, Chicago, Dallas und New York einführen. Die Hilfsorganisation sammelt mit Hilfe von 25.000 Freiwilligen zum Weihnachtsgeschäft in den Straßen von Großstädten Spenden für Menschen in Not.

Bargeld kommt außer Mode

Traditionell sammeln die glockenschwingenden Helfer der Heilsarmee(öffnet im neuen Fenster) in den USA Bargeld, das in einem roten Topf ähnlich einer Spendenbüchse in Deutschland eingeworfen wird. Oft fehlt es den Spendern aber an Bargeld, da Kreditkarten und Schecks in den USA die üblichen Zahlungsmittel sind.

2010 wurde im Rahmen der Red-Kettle-Kampagne ein Spendenergebnis von mehr als 142 Millionen US-Dollar erzielt. Damit wurde für Menschen in Notlagen Nahrung, Kleidung und andere lebensnotwendige Dinge erworben und verteilt.

Der Square-Kreditkartenleser(öffnet im neuen Fenster) sieht aus wie ein kleiner Adapter und wird in die Kopfhörerbuchse der mobilen Geräte gesteckt. Nach Herstellerangaben wurden bislang 800.000 Geräte verkauft. Pro Transaktion wird eine Gebühr von 2,75 Prozent des Rechnungsbeitrags erhoben.


Relevante Themen