Oracle vs. Google: Richter lässt weiteren Experten von Oracle nicht zu

Der zuständige Bezirksrichter im Patentstreit zwischen Oracle und Google hat einen zweiten Sachverständigen von Oracle im Rechtsstreit verboten. Dieser darf nicht als Zeuge in der Verhandlung gehört werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Tablet mit Android Honeycomb: Oracle wirft Google Patentverletzung vor.
Tablet mit Android Honeycomb: Oracle wirft Google Patentverletzung vor. (Bild: Jim.henderson / Wikimedia.org)

Im Streit zwischen Oracle und Google um Java-Patente hat der zuständige Richter William Alsup eine zweite Expertise zugunsten Oracles nicht zugelassen. Der Bezirksrichter verfügte weiter, dass der von Oracle engagierte Ökonom Kenneth Serwin außerdem nicht als Zeuge vor Gericht aussagen darf.

Kein zweiter Experte

Stellenmarkt
  1. Agile coach (m/f/d) for transformation
    Elektrobit Automotive GmbH, verschiedene Standorte
  2. Demand Manager / Systembetreuer (m/w/d) Manufacturing IT
    Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA, München
Detailsuche

Im Vorfeld der Verhandlungen dürfen beide Seiten ihre Standpunkte dem Gericht darlegen und dabei Bezug auf die Feststellungen der Gegenseite nehmen. Oracle versuchte, Berichte Serwins dem Gericht vorzulegen, die den Angaben Googles widersprechen. Serwin war dem Gericht bis dahin jedoch nicht bekannt, denn die ersten Berichte für Oracle wurden von dem Sachverständigen Iain Cockburn verfasst.

Google kritisierte daraufhin die nachträgliche Benennung eines zweiten Experten. Der Richter Alsup folgte nun Googles Beschwerde und wies Oracle mit ungewohnt harten Worten in die Schranken. Oracles Vorgehensweise sei "ein höchst ungewöhnliches Manöver", heißt es weiter. Die Methode Oracles sei "an sich schon unfair und widerspricht wichtigen Grundsätzen des Fallmanagements".

Gerichtsverhandlung

Google bemühte sich auch um Schadensbegrenzung und versuchte zu erwirken, dass mögliche Patent- und Urheberrechtsverletzungen, die Google vor dem 20. Juli 2010 beging, nicht verhandelt würden. Als Grund dafür gibt Google an, dass Oracle es versäumte, konkrete Geräte zu nennen, die die Rechte verletzen. Als Anfangszeitpunkt, ab dem Google gegen die Rechte von Oracle verstößt, kann also nur der Tag gelten, an dem Oracles Anwälte Kontakt mit der Rechtsabteilung von Google aufnahmen.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.09.2022, virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Observability, Monitoring & Alerting: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Richter gab Googles Antrag zwar nicht statt, verschob eine etwaige Entscheidung jedoch auf die Hauptverhandlung. Es könnte also sein, dass Google diesen Fakt zur Verteidigung in der Verhandlung erneut vorbringt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Teslas auf Behörden- und Firmengelände
Wächtermodus steht unter Beobachtung

Die Berliner Polizei wollte Teslas den Zugang zu ihren Liegenschaften verwehren. Wie machen es andere Behörden oder auch Unternehmen? Wir haben nachgefragt.
Eine Recherche von Werner Pluta

Teslas auf Behörden- und Firmengelände: Wächtermodus steht unter Beobachtung
Artikel
  1. Evetta Openair: Die elektrische Isetta wird zum Cabrio
    Evetta Openair
    Die elektrische Isetta wird zum Cabrio

    Das deutsche Startup Electricbrands will im kommenden Jahr ein elektrisches Spaßmobil auf den Markt bringen.

  2. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

  3. Apple Macbook Pro mit über 370 Euro Rabatt bei Amazon
     
    Apple Macbook Pro mit über 370 Euro Rabatt bei Amazon

    Zurzeit sind bei Amazon verschiedene Versionen des Macbook Pro sowie des Macbook Air günstig zu Sonderkonditionen erhältlich.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /