Porno-Spam: Unbedarfte Nutzer halfen beim Angriff auf Facebook

Ein toter Hund, eine nackte Rentnerin und eine pornografische Justin-Bieber-Fotomontage - das soziale Netzwerk Facebook hatte in dieser Woche mit unangenehmem Porno-Spam zu kämpfen. Die Angreifer nutzten dazu unbedarfte Nutzer und deren unsichere Browser.

Artikel veröffentlicht am ,
Eines der anstößigen Bilder - eine Justin-Bieber-Fotomontage
Eines der anstößigen Bilder - eine Justin-Bieber-Fotomontage (Bild: Sophos)

Viele Nutzer von Facebook sind in dieser Woche mit unangenehmen Bildern in ihren Newsfeeds konfrontiert worden. Die anstößigen Bilder wurden über Facebook-Kontakte verbreitet, die selbst gar nichts davon merkten, da auf ihren Pinnwänden nichts zu sehen war.

Stellenmarkt
  1. Test Developer (m/f/d)
    Elektrobit Automotive GmbH, Berlin
  2. IT-Anwendungsbetreuer (m/w/d) Schwerpunkt ERP
    FUCHS & Söhne Service, Berching, Hainichen
Detailsuche

Facebook konnte nach eigenen Angaben den Großteil des Porno-Spams löschen. Die Nutzer, über deren Accounts sich der Spam verbreitete, hatten sich von den noch unbekannten Angreifern austricksen lassen. Sie kopierten einen Link mit Javascript-Schadsoftware in die URL-Zeile ihrer Browser, führten ihn aus und verbreiteten damit die Bilder.

  • Justin-Bieber-Fotomontage - eines der Porno-Spam-Bilder, das die Gemüter betroffener Facebook-Nutzer erhitzte (Bild: Sophos)
  • Sophos sammelte Twitter-Kommentare zum Porno-Spam auf Facebook (Bild: Sophos)
Justin-Bieber-Fotomontage - eines der Porno-Spam-Bilder, das die Gemüter betroffener Facebook-Nutzer erhitzte (Bild: Sophos)

Facebook zufolge sollen durch Veränderungen im Backend ähnliche Angriffe künftig weniger starke Auswirkungen haben. Außerdem überlegen die Entwickler, wie die Nutzer künftig besser vor einer Self-XSS-Vulnerability geschützt werden können. Die Nutzer mit den komprimittierten Accounts sollen zudem informiert worden sein, wie sie sich besser schützen können.

Facebook rät Nutzern dazu, niemals unbekannten Code in die Adresszeile des Browsers zu kopieren, immer aktuelle Browser-Versionen einzusetzen und im Problemfall verdächtige Facebook-Beiträge in Accounts ihrer Freunde zu melden. Dieser Hinweis lässt den Schluss zu, dass Nutzer eher kommentieren als störende Beiträge Facebook melden.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25./26.08.2022, Virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    06.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Im Naked-Security-Blog von Sophos bezeichnet Sicherheitsexperte Chester Wisniewski den Angriff als rein bösartig. Normalerweise würden ähnliche Angriffe von Kriminellen dazu genutzt, Geld zu verdienen. Das sei hier aber nicht der Fall.

"Facebook hat den Ruf einer angemessen familienfreundlichen Umgebung aufrechtzuerhalten und die meisten Facebook-Nutzer erwarten nicht, dass tote Hunde und Penisse auf ihren Pinnwänden auftauchen", sagte Wisniewski. Entsprechend wütende Kommentare gab es etwa auf Twitter, wo einige Nutzer auch ankündigten, ihre Facebook-Accounts zu kündigen.

Laut Sophoes gab es bereits im September 2011 Nutzerberichte über einen ähnlichen, nicht verifizierten Angriff - er könnte etwas mit dem Porno-Spam zu tun haben. Da der Angriff auch andere Webseitenbetreiber treffen könnte, sei zu hoffen, dass der betroffene Browser bald überarbeitet werde. Denn der Schadcode könne vermutlich auch genutzt werden, um mit Hilfe unbedarfter Nutzer andere Websites anzugreifen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Youssarian 18. Nov 2011

Dafür benötigst Du ein originales Windows 95 und das kostenpflichtige Paket "Microsoft...

Lokster2k 17. Nov 2011

Liegt alles im Auge des Betrachters...wer mich etwas kennt, weiß ob er mir vertrauen...

7hyrael 17. Nov 2011

hast du ne 12-jährige tochter? dann frag sie ;P

Lokster2k 16. Nov 2011

Na du kannst den Acc ja nichtmehr benutzen...löschen geht ja mWn nicht wirklich...kriegt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Krieg der Steine
Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden

Lego hat einen Rechtsstreit um Mini-Figuren gegen einen Spielwarenhändler gewonnen, der Figuren aus China verkauft hat.

Krieg der Steine: Kopierte Lego-Mini-Figuren dürfen nicht verkauft werden
Artikel
  1. Web Components mit StencilJS: Mehr Klarheit im Frontend
    Web Components mit StencilJS
    Mehr Klarheit im Frontend

    Je mehr UI/UX in Anwendungen vorkommt, desto mehr Unordnung gibt es im Frontend. StencilJS zeigt, wie man verschiedene Frameworks mit Web Components zusammenbringt.
    Eine Anleitung von Martin Reinhardt

  2. Garmin Edge Explore 2 im Test: Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer
    Garmin Edge Explore 2 im Test
    Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer

    Tour mit wenig Autos gesucht? Das Fahrrad-Navigationsgerät Garmin Edge Explore 2 kann uns das verschaffen - mit teils unerwarteten Folgen.
    Ein Test von Peter Steinlechner

  3. USA: Tesla stoppt Bestellungen für das Model 3 Long Range
    USA
    Tesla stoppt Bestellungen für das Model 3 Long Range

    In den USA und Kanada übersteigt die Nachfrage nach dem Tesla Model 3 LR das Angebot, so dass Tesla erstmal keine Bestellungen mehr annimmt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • BenQ Mobiuz EX3410R 499€ • HyperX Cloud Flight heute für 44€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 5 5600X 169€, Intel Core i5-12400F 179€ und GIGABYTE RTX 3070 Ti Master 8G 699€ + 20€ Cashback) • Weekend Sale bei Alternate (u. a. AKRacing Master PRO für 353,99€) [Werbung]
    •  /