Für Entwickler und Fazit
Opensuse 12.1 ist eine der ersten Distributionen überhaupt, in der auch in Go programmiert werden kann. Die von Google-Mitarbeitern entwickelte Programmiersprache soll schneller sein als andere und ist noch nicht in einer finalen Version erschienen.
Geschriebener Code kann mit LLVM 3 und Clang kompiliert werden. Clang unterstützt auch die Möglichkeit, Code unter Opensuse 12.1 für die ARM-Architektur zu erzeugen. Opensuse 12.1 selbst wurde mit GCC 4.6.2 kompiliert. Die Compiler-Sammlung liegt ebenfalls als Paket in den Quellen.
Qt-Entwickler können dank Qt 4.7.4 nun auch mit QtQuick Anwendungen entwickeln. In QtQuick ist die Skriptsprache QML enthalten, mit der GUI-Elemente erzeugt werden können. Darüber hinaus kann GTK+ 3.2 verwendet werden, ebenso wie Glib 2.30
Über ein spezielles Cloud-Repository können Nutzer von Opensuse 12.1 auch Eucalyptus, Opennebula und Openstack einsetzen. Wer Onlineapeicherdiensten wie Dropbox keine persönliche Daten anvertrauen möchte, kann Owncloud 2 verwenden. Neben Dokumenten können mit Owncloud auch Kalender gespeichert oder Musik mit dem Streamingserver Ampache über das Netzwerk verteilt werden.
Fazit
Opensuse 12.1 ist ein stabiles Betriebssystem mit aktueller Software. Mit kleinen Änderungen wie dem neuen Aussehen von Yast und einem komplett überarbeiteten Artwork ist Opensuse auch optisch ansprechend. Die Integration von Systemd verursacht kaum Fehler, bringt aber leider auch keinen spürbaren Geschwindigkeitszuwachs beim Starten des Betriebssystems.
Experimentierfreudige Nutzer können Grub 2 oder auch Btrfs mit Snapper ausprobieren und die Vorteile genießen, die der Bootloader und das Dateisystem mit sich bringen. Die Entwickler raten dabei jedoch ausdrücklich zur Vorsicht. Mit Tumbleweed erweitert das Opensuse-Projekt sein "Produktspektrum" und zielt damit auf weitere Nutzergruppen. Das einzige, was Tumbleweed nun noch fehlt, um als wirkliches Rolling-Release zu gelten, sind regelmäßig veröffentlichte ISO-Images.
Eine Übersicht über die Neuerungen in Opensuse 12.1 bietet das Projekt-Wiki, ebenso wie eine Liste der Pakete in der Hauptquelle. Installationsabbilder für DVDs und CDs für 32-Bit- und 64-Bit-Systeme stehen ab sofort zum Download bereit. Kostenpflichtige Versionen von Opensuse sind ebenfalls erhältlich.
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| Yast, Zypper und Sax |










vll. hätte ich es etwas deutlicher schreiben sollen: ich weiß, dass strikt davon...