• IT-Karriere:
  • Services:

Klarnamen: Facebook wollte Salman Rushdie umbenennen

Ahmed Rushdie müsse das Profil des berühmten Autors heißen, fand Facebook. Dessen Fans liefen Sturm gegen den Klarnamen-Unsinn. Google+ sollte das eine Mahnung sein.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Beuth/Zeit Online
Salman Rushdie im September 2011
Salman Rushdie im September 2011 (Bild: Jerod Harris/Getty Images)

Facebooks rigide Klarnamenpolitik macht auch vor Prominenten nicht halt. So hat das blaue Netzwerk am vergangenen Wochenende das Profil des Bestseller-Autors Salman Rushdie gesperrt. Er solle bitte, hieß es, eine Kopie seines Reisepasses einsenden und beweisen, dass er wirklich Rushdie sei. Nach erfolgreicher Identifikation werde er wieder Zugang zu seinem Profil bekommen.

Inhalt:
  1. Klarnamen: Facebook wollte Salman Rushdie umbenennen
  2. Google bittet um Geduld

So etwas passiert, wenn Facebook und auch Google+ glauben, dass der Name eines Nutzers nicht sein echter Name ist. Der chinesische Journalist Michael Anti kann ein Lied davon singen.

Die offizielle Begründung: Nur so könne eine sichere und zivilisierte Kommunikation zwischen Nutzern ermöglicht werden. Die inoffizielle: Nur mit echten Namen kann Facebook Geld verdienen, lassen sich so doch eindeutige Verhaltensprofile an Werbetreibende verkaufen.

Der Fall Rushdie jedoch zeigt, wie unsinnig die Klarnamenpolitik aus Nutzersicht ist. Nachdem der Autor eine Passkopie eingesandt hatte, schaltetet Facebook das Profil wieder frei - allerdings unter dem Namen Ahmed Rushdie. Denn Ahmed ist laut Pass der erste Vorname. Den allerdings nutzt Rushdie selbst nie. Dass es sich bei Ahmed Rushdie um den bekannten Schöpfer des Romans Die Satanischen Verse handelt, dürften auch nur die wenigsten wissen.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt
  2. Delta Energy Systems (Germany) GmbH, Soest

Wie oft so etwas bei Facebook oder Google+ passiert, ist kaum abzuschätzen. Profile mit verfälschten oder komplett erfundenen Namen gibt es viele, viele Menschen schätzen ihre Anonymität. Wer gesperrt wird, dem bleibt nichts anderes übrig, als den Anweisungen Folge zu leisten. Rushdie aber profitierte von seiner Bekanntheit. Bei Twitter entfachte er mithilfe seiner weit über 100.000 Follower einen veritablen Shitstorm, den Facebook nicht übersehen konnte.

Er veröffentlichte unter anderem die Namen einer Reihe von Promis, die ebenfalls ihren zweiten Vornamen benutzen, wie etwa Paul McCartney. Dann fragte er, ob Facebook jemanden wie den Ex-Beatle zwingen würde, sein Profil als James McCartney anzulegen, weil das nun mal dessen erster Vorname sei. Seine Tweets wurden dutzend- bis hundertfach weiterverbreitet.

Am Montagabend lenkte Facebook ein. "Victory!", twitterte Rushdie, "Facebook ist eingeknickt! Ich bin wieder Salman Rushdie. Ich fühle mich SO viel besser. Eine Identitätskrise in meinem Alter ist kein Spaß. Danke Twitter!" Facebook entschuldigte sich sogar bei dem Autor. Einen Grund nannte das Netzwerk nach Angaben der New York Times zwar nicht, räumte aber ein, einen Fehler gemacht zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Google bittet um Geduld 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote

syntax error 17. Nov 2011

Wenn DU das Unternehmen doof findest ist das eine Sache, aber wenn du von anderen...

Anonymer Nutzer 17. Nov 2011

und wozu? Was willste da? Haste etwas verpasst im Leben? Muss Du dich dort ebenso...

Anonymer Nutzer 17. Nov 2011

läuft noch nicht genug Sturm gegen FB. Zuviele nutzen den Rechner zum Arbeiten oder nur...

space invader 16. Nov 2011

Na ole ole, da hat die große, allmächtige Internetgemeinde mal wieder einen grandiosen...

nOOcrypt 16. Nov 2011

Einfordern kann eine Internetseite einen Personalausweis-Scan auch heute schon und genau...


Folgen Sie uns
       


Wo steige ich in Star Citizen ein? - Tutorialvideo

Der Start in Star Citizen ist nicht für jeden Menschen einfach: Golem.de erklärt im Video, wo Neulinge anfangen können, was diese bereits erwartet und verrät ein paar Tipps zur Weltraumsimulation.

Wo steige ich in Star Citizen ein? - Tutorialvideo Video aufrufen
Corona: Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen
Corona
Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen

Politiker wie Axel Voss fordern "Anreize" für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Ein Gastbeitrag von Stefan Brink und Clarissa Henning

  1. Schnittstelle installiert Android-Handys sind bereit für die Corona-Apps
  2. Corona-App Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
  3. Coronapandemie Quarantäne-App soll Gesundheitsämter entlasten

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

Ikea Trådfri im Test: Das preisgünstige Smart-Home-System
Ikea Trådfri im Test
Das preisgünstige Smart-Home-System

Ikea beweist, dass ein gutes Smart-Home-System nicht sündhaft teuer sein muss - und das Grundprinzip gefällt uns besser als bei Philips Hue.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Ikea Trådfri Fehlerhafte Firmware ändert Schaltverhalten der Lampen
  2. Fyrtur und Kadrilj Ikeas smarte Rollos lernen Homekit
  3. Trådfri Ikeas dimmbares Filament-Leuchtmittel kostet 10 Euro

    •  /