Max Payne 3: Rockstar und der bärtige Typ in Brasilien

Fußballweltmeisterschaft, Olympische Spiele - und jetzt verschlägt es sogar Max Payne nach Brasilien: Golem.de hat sich das kommende Action-Abenteuer mit dem kampferprobten Payne live angesehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Max Payne 3
Max Payne 3 (Bild: Rockstar Games)

Statt sofort die Konsole einzuschalten, zeigt der Mitarbeiter von Rockstar Games bei der Präsentation von Max Payne 3 erst einmal zwei dicke, übergroße Mappen mit Fotos. Auf denen ist vor allem São Paulo zu sehen, mit knapp 20 Millionen Einwohnern die größte Stadt von Brasilien. Die Bilder zeigen Menschen auf der Straße, junge und alte Frauen und Männer, moderne Hochhäuser und riesige Favelas. Auch ein paar Abbildungen von Kinoplakaten sind mit dabei, etwa von Fernando Meirelles' Meisterwerk City of God, der zu großen Teilen in den Favelas spielt. Brasilien ist eine der wichtigsten Boomregionen derzeit - und 2014 Schauplatz der Fußballweltmeisterschaft. Zwei Jahre später finden in Rio de Janeiro die olympischen Sommerspiele statt.

Die Mappen mit den Fotos zeigen auch den Schauplatz des Action-Adventures Max Payne 3. Mit den Bildern sollen sich die Entwickler von Rockstar Games - das Spiel entsteht parallel in mehreren Studios - einen Eindruck davon verschaffen können, wie Südamerika aussieht, was für Menschen dort leben, wie die Atmosphäre ist. Das alles ist nicht nur für nordamerikanische und europäische Spielentwickler neu, sondern auch für die Figur, die in Teil 1 und 2 als Expolizist noch so eng verwurzelt war mit seiner alten Heimat New York.

Feuergefecht mit vollem Haar

Wie es Payne nach São Paulo verschlagen hat und was er dort erlebt, erzählt Teil 3 der Reihe. Neben der Haupthandlung gibt es immer wieder Rückblenden, in denen sich der Spieler unter anderem heftige Feuergefechte mit den Bodyguards eines durchgeknallten Ganoven liefert. Der Max Payne in den Rückblenden sieht noch erkennbar wie der aus den früheren Spielen aus - mit vollem Haar und einigermaßen gesunder Gesichtsfarbe.

Der Senior Payne, der dann in Südamerika unterwegs ist, ist auf den ersten Blick kaum wiederzuerkennen. Er trägt Vollbart und Glatze, außerdem haben Alkohol und Tabletten ihre Spuren hinterlassen. Max arbeitet als Leibwächter für einen Immobilienmogul - dessen Frau entführt wird, obwohl sie unter Max' persönlichem Schutz stand.

  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
  • Max Payne 3
Max Payne 3

Im Rahmen der Präsentation zeigte Rockstar Games vor allem einen Einsatz, in dem sich der Spieler als Max Payne gemeinsam mit einer jungen Frau durch einen riesigen Parkplatz mit ausrangierten, südamerikanisch-farbenfrohen Autobussen kämpft. Der Einsatz ist relativ linear aufgebaut, aber effektvoll in Szene gesetzt - auch dank der Bullettime. Dieses Markenzeichen der Reihe spielt natürlich auch in Teil 3 eine entscheidende Rolle in Kämpfen. Ein Balken am Bildschirmrand zeigt an, wie viel vom Zeitlupenmodus jeweils übrig ist, ein Knopfdruck aktiviert ihn dann - und schon springt und hechtet, ballert und schießt sich der Spieler mit sonst nicht möglicher Souveränität auch durch Kämpfe gegen große Gegnergruppen.

Animation mit Euphoria-Middleware

Das Grundprinzip erinnert zwar deutlich an die Bullettime der Vorgänger, allerdings ist das Ganze deutlich aufwendiger in Szene gesetzt. Zum einen bauen die Entwickler schick aussehendes Flimmern und eine Reihe weiterer sphärischer Effekte ein, zum anderen haben sie ein von Grund auf neues Animationssystem eingebaut. Das basiert auf klassisch animierten Bewegungsphasen, kombiniert sie aber mit Euphoria, der Echtzeit-Physikengine des britischen Middelware-Anbieters Natural Motion. Euphoria ist unter anderem schon aus GTA 4 bekannt, allerdings geht Max Payne 3 noch ein paar Schritte weiter, weil die Software deutlich größere Effekte auf die Bewegungen der Hauptfigur hat.

Das wirkt merkwürdigerweise dann besonders imposant, wenn sich Payne schlicht langgestreckt auf dem Boden liegend um seine eigene Achse rollt. Dann ist besonders gut sichtbar, dass jedes noch so kleine Hindernis Auswirkungen auf seine Bewegungen hat - das Programm ruft eben keine vorgefertigte Algorithmen ab, sondern erstellt in Echtzeit eine natürlich wirkende, flüssige Animation. Die kommt etwa dann zum Tragen, wenn Max Payne in Bullettime mit einer Waffe in der Hand nach vorne springt und dabei gegen ein Hindernis kracht, an dem sich sein Körper glaubwürdig verbiegt und dann zum Boden knallt.

Imposant wirkt auch eine Szene zwischen den ausrangierten Bussen, in der sich Max an den Haken eines Krans hängt und von dort aus seine Gegner unter Beschuss nimmt. Auch er selbst fängt einige Kugeln, und bei jeder reißt es seinen Körper auf andere Art ein Stück weit nach hinten.

Max Payne erscheint nach aktuellem Stand im März 2012 für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3. Neben der Kampagne soll es auch einen Multiplayermodus mit neuen Ansätzen geben - über die sich Rockstar Games allerdings erst später äußern möchte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


zZz 16. Nov 2011

vice city rules them all ;)

zZz 16. Nov 2011

cidade de deus hat aber nichts mit sao paulo zu tun, das hat man bei rockstar wohl...

Eckstein 16. Nov 2011

Golem, Golem, habt ihr damals ein anderes Max Payne gespielt als ich? ;-) http...

Guttroll 15. Nov 2011

Du tust mir eher leid, weil du nicht kapierst was Max Payne war. Wie die Hausfrau die nen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Militär
China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen

Das Shanghai Institute of Mechanical and Electrical Engineering hat einen Durchbruch bei der Erforschung eines Abwehrsystems für Hyperschallwaffen erzielt.

Militär: China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen
Artikel
  1. Arbeitsmarktstudie: Die Schweiz als Einkommensparadies für ITler
    Arbeitsmarktstudie
    Die Schweiz als Einkommensparadies für ITler

    Mit einem Umzug aus Deutschland in die Schweiz können IT-Fachkräfte ihr Einkommen von einem auf den anderen Tag verdoppeln. Dann können sie sich auch ihren größten beruflichen Wunsch leisten: die 4-Tage-Woche.
    Von Peter Ilg

  2. LG OLED bei Amazon mit über 1.000 Euro Rabatt
     
    LG OLED bei Amazon mit über 1.000 Euro Rabatt

    Die beliebten Fernseher LG OLED sind aktuell bei Amazon zu Sparpreisen erhältlich. Wer jetzt zuschlägt, kann deutlich über 1.000 Euro sparen.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Vor Norwegen: Seatwirl baut Windrad mit vertikaler Achse
    Vor Norwegen
    Seatwirl baut Windrad mit vertikaler Achse

    Konventionelle Windräder haben eine horizontale Achse. Das schwedische Unternehmen Seatwirl sieht gute Gründe, es anders zu machen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD CPU kaufen, SW Jedi Survivor gratis dazu • Philips LED TV 65" 120 Hz Ambilight 999€ • KF DDR4-3600 32GB 91,89€ • Asus Mainboard 279€ • Bosch Prof. bis -55% • PCGH Cyber Week • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% [Werbung]
    •  /