Top 500: Schnellster Supercomputer erreicht 10,5 Petaflops

Der japanische K-Computer führt mit inzwischen 10,5 Petaflops die Top-500-Liste weiter an. Immerhin auf Platz 12 kommt ein neuer deutscher Supercomputer auf Basis von AMDs Interlagos-Opterons.

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Racks des K-Computers
Racks des K-Computers (Bild: Riken)

Mit inzwischen über 700.000 Kernen in SPARC64-VIIIfx-CPUs erreicht der von Fujitsu gebaute K-Computer als erster Supercomputer die Rekordmarke von 10,5 Petaflops im Linpack-Benchmark. Er führt die Top-500-Liste damit weiterhin an. Alle anderen Rechner der Petaflops-Klasse sind weit abgeschlagen. So kommt der zweitschnellste Computer, der chinesische Tianhe-1A, nur auf 2,6 Petaflops. Der Drittplatzierte, Jaguar aus den USA, erreicht 1,8 Petaflops.

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Erstmals gibt es in der Liste auf den ersten zehn Plätzen keine Neuzugänge. Alle diese Rechner erreichen über ein Petaflops, das ist derzeit die Mindestbedingung für einen Platz in den Top 10. Bei den weiteren Plätzen gibt es jedoch einige Überraschungen. Eine davon ist Hermit aus Deutschland.

Der Supercomputer am Hochleistungsrechenzentrum Stuttgart soll rund 1 Petaflops erreichen, kommt derzeit aber nur auf 831 Teraflops. Er ist bereits aus den neuen 16-Core-CPUs Opteron 6272 von AMD (Codename Interlagos) aufgebaut - für den Intel-Konkurrenten ist das immerhin ein Achtungserfolg.

Für Supercomputer der Top-10-Liga, unter anderem den auch aus Opterons aufgebauten Jaguar, kamen die neuen Opterons aber offenbar zu spät. AMD hatte sich sehr bemüht, die ersten CPUs mit Bulldozer-Architektur bereits im September 2011 an Supercomputerhersteller wie Cray auszuliefern, obwohl die Prozessoren erst Mitte November 2011 offiziell vorgestellt wurden.

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AMD hatte zuletzt bei den Marktanteilen für Server-CPUs leichte Verluste zu verkraften, und das schlägt sich auch bei den Supercomputern nieder: Nur noch 63 der Systeme sind mit AMD-CPUs bestückt, Intel kommt auf 384 Rechner. Der Trend zu GPUs in HPC-Maschinen hält weiter an, 39 Supercomputer verfügen über die Beschleuniger. Führend ist hier Nvidia mit 35 Tesla-Rechnern.

Supercomputer made in China

Zum ersten Mal gibt es in der Top-500 aber einen Rechner, der nicht mit japanischen oder amerikanischen Prozessoren arbeitet - zumindest, wenn man die zugrunde liegende Architektur vernachlässigt. Der in China gebaute Sunway Bluelight belegt Platz 14 der Liste, die Prozessoren wurden auch im Reich der Mitte hergestellt.

Laut der Liste arbeiten diese CPU namens Shenwei 1600 mit 975 MHz und 16 Kernen. Es soll sich aber nicht, wie bei den früheren chinesischen Longsoon-CPUs, um eine lizenzierte MIPS-Architektur handeln. Stattdessen soll der Shenwei nach unbestätigten Berichten auf einer Weiterentwicklung der Alpha-Architektur basieren - und die wurde einst vom US-Unternehmen DEC entwickelt.

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