Nomap: Das eigene WLAN aus Googles Datenbank löschen

Google kartografiert WLANs, um anhand dieser Daten später unter anderem die Ortsbestimmung von Smartphones vorzunehmen. Weiß man, welche WLANs wo zu finden sind, lässt sich anhand der für ein Smartphone sichtbaren WLANs auch bestimmen, wo sich dieses befindet. Das funktioniert auch in geschlossenen Räumen und ist schneller als die Ortsbestimmung per GPS.
Zwar betont Google, die Google Location Server genannte Datenbank erfasse keine Informationen, mit denen sich Menschen identifizieren ließen, dennoch bietet Google ab sofort die Möglichkeit, das eigene WLAN aus dieser Datenbank zu löschen.
Wer von dieser Opt-out-Option Gebrauch machen will, muss dazu allerdings die SSID seines WLANs verändern und dessen Namen um die Endung "_nomap" erweitern. Aus dem WLAN "Entenhausen" wird dann "Entenhausen_nomap".
Google hat nach eigenen Angaben mehrere Ansätze für ein Opt-out von WLAN-Access-Points untersucht, die nun gewählte Variante sei der beste Kompromiss zwischen Einfachheit und Absicherung gegen Missbrauch. Vor allem lasse sich so verhindern, dass andere den eigenen Access-Point ohne Erlaubnis aus der Datenbank löschen.
Zudem könnten auch andere Anbieter die Information auswerten. Google hoffe daher, dass die Endung "_nomap" künftig universell zum Einsatz komme, schreibt Googles Datenschutzbeauftrager Peter Fleischer in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) .