Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Tracking und Profilbildung: W3C legt Entwürfe für Do Not Track vor

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat erste Entwürfe für Do-Not-Track-Standards vorgelegt. Nutzer sollen sich so gegen die Bildung von Profilen aussprechen können.
/ Jens Ihlenfeld
5 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
DNT soll bis Mitte 2012 zum Standard werden. (Bild: W3C)
DNT soll bis Mitte 2012 zum Standard werden. Bild: W3C

Das W3C will mit zwei neuen Standards die Privatsphäre von Nutzern im Web besser schützen. Tracking Preference Expression (DNT)(öffnet im neuen Fenster) beschreibt den technischen Mechanismus, mit dem Nutzer sich gegen die Profilbildung aussprechen können und wie Websites deutlich machen können, dass sie die Wünsche der Nutzer auch einhalten. Die Tracking Compliance and Scope Specification(öffnet im neuen Fenster) definiert, was unter der Einstellung "Do Not Track" zu verstehen ist und beschreibt, was Websites zu tun haben, wenn sie den Standard einhalten wollen.

Technisch setzt das W3C auf einen HTTP-Header und eine HTML-DOM-Eigenschaft, über die der Wunsch des Nutzers signalisiert wird und auch per Javascript abgefragt werden kann.

Für beide Standards liegen jetzt Entwürfe vor, an denen Beteiligte aus allen Bereichen mitgearbeitet haben, darunter die Deutsche Telekom, Facebook, Google, IBM, Mozilla, Microsoft, Opera, die Universität Stanford, Nielsen, Truste und Yahoo sowie Experten der Electronic Frontier Foundation (EFF), der US Federal Trade Commission (FTC), von Consumer Watchdog, das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein und die Universität Leiden. Das W3C geht davon aus, dass beide Techniken bis Mitte 2012 als Standard verabschiedet werden.

Mit Do-Not-Track soll ein Ausgleich der Interessen von Nutzern und Werbetreibenden stattfinden. Denn während einige Nutzer die Personalisierung von Werbung mit weniger aber relevanteren Bannern im Vergleich zu Pay-Walls oder immer gleichen unpassenden Werbebannern bevorzugen, lehnen andere die damit einhergehende Erstellung von Nutzerprofilen als Eingriff in ihre Privatsphäre ab. Mit einer entsprechenden Browsereinstellung sollen die Nutzer deutlich machen können, welchen Weg sie bevorzugen.


Relevante Themen