Steuerschulden: Rumänien beschlagnahmt Nokia-Fabrik

Nokia hat seine Steuern in Rumänien nicht bezahlt. Das Finanzministerium reagierte, und stellte ein Fabrikgelände sicher. Die Fabrik in Jucu war nach der Schließung von Nokia-Bochum eröffnet worden. Nun will das Unternehmen nach Vietnam weiterziehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Nokia-Arbeiter in Cluj im Jahr 2008
Nokia-Arbeiter in Cluj im Jahr 2008 (Bild: Bogdan Cristel/Reuters)

Rumäniens Steuerbehörde hat die Nokia-Fabrik in Jucu, einer Gemeinde im Kreis Cluj, beschlagnahmt. Der finnische Mobiltelefonhersteller schuldet dem rumänischen Staat 10 Millionen US-Dollar Steuern. Das erklärte Sorin Blejnar, der Chef der Steuerbehörde des Finanzministeriums ANAF, der Nachrichtenagentur Mediafax.

Stellenmarkt
  1. Software Tester / Softwaretester (m/w/d)
    AGROLAB GMBH, Landshut
  2. IT-Systembetreuer (m/w/d) Sharepoint
    Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
Detailsuche

Es handele sich um eine Vorsorgemaßnahme, um Nokia daran zu hindern, die Gebäude im Nordwesten des Landes zu verkaufen, bevor die Schulden bezahlt seien. Die Steuerschulden seien bei einer Überprüfung ermittelt worden, die 2009 begann. Das beschlagnahmte Gelände sei 28.000 Quadratmeter groß, und beinhalte Büros und Produktionshallen.

Nokia hatte am 29. September 2011 angekündigt, die Fabrik in Jucu Ende 2011 zu schließen und alle 2.200 Arbeiter zu entlassen. Erst im Januar 2008 war die Produktion von Bochum nach Rumänien verlagert worden.

Nokia wechselt von Bochum nach Jucu und weiter nach Vietnam

"Wir konzentrieren uns auf die Mobiltelefonproduktion an Standorten mit optimaler Nähe zu den Lieferanten und den wichtigsten Märkten. Deshalb wird Nokia seine Produktionsstätte im rumänischen Cluj bis Ende 2011 schließen, weil Nokias hochvolumige, asiatische Fabriken einen größeren Output und Vorteile und Nähe zum Markt bieten", hieß es zur Begründung. Die Errichtung einer neuen Fabrik in Vietnam soll 200 Millionen Euro kosten. In Rumänien hatte Nokia 60 Millionen Euro investiert.

Golem Karrierewelt
  1. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    28.02.2023, Virtuell
  2. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12./13.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Entlassenen in Rumänien erhalten drei Monatsgehälter und ein Nokia Smartphone. Leitende Angestellte bekommen sieben oder acht Monatsgehälter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Amüsierter Leser 18. Nov 2011

Ja, wunderbar. Wie teuer wäre die Fertigung pro Einheit in Deutschland? 20 Dollar...

SaSi 14. Nov 2011

@ S-Talker: mag ja sein das du vieleicht im recht bist, deine ausdrucksweise bzw. dein...

Apple_und_ein_i 14. Nov 2011

Dann hoffe ich mal, dass es nicht das C5-03 ist, was die bekommen. Das hat naemlich mein...

Bankai 14. Nov 2011

Alles Spekulation! Es geht hier um windige 10 Millionen. Wir wissen gar nicht, was genau...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Twitter
Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah

Nach der Twitter-Übernahme durch Elon Musk ist klar: Das Netzwerk hat wesentlich weniger Mitarbeiter. Es ist aber noch viel mehr passiert.
Ein Bericht von Oliver Nickel

Twitter: Was bisher bei Elon Musks Twitter 2.0 geschah
Artikel
  1. Katastrophenschutz: Endlich klingelt es am Warntag
    Katastrophenschutz  
    Endlich klingelt es am Warntag

    Zwei Jahre nach dem ersten bundesweiten Warntag klingelt es dank Cell Broadcast deutschlandweit. An anderen Stellen fehlen weiterhin Warnmittel.
    Ein Bericht von Sebastian Grüner und Friedhelm Greis

  2. Listan: Be-Quiet-Eigner kauft Tastaturhersteller Mountain
    Listan
    Be-Quiet-Eigner kauft Tastaturhersteller Mountain

    Listan wird künftig neben Netzteilen von Be Quiet und Lüftern von Xilence auch Tastaturen und Mäuse anbieten - Mountain wird übernommen.

  3. Deepmind: Ist KI nun schlauer als bekannte Mathematiker?
    Deepmind
    Ist KI nun schlauer als bekannte Mathematiker?

    Künstliche Intelligenz hat einen neuen Rechenweg für Matrizen gefunden. Wir erklären im Detail, was genau Deepmind geschafft hat und warum weitere Durchbrüche zu erwarten sind.
    Von Matthias Müller-Brockhausen

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon • Samsung SSDs bis -28% • Rabatt-Code für ebay • Logitech Mäuse, Tastaturen & Headsets -53% • HyperX PC-Peripherie -56% • Google Pixel 6 & 7 -49% • PS5-Spiele günstiger • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.640,90€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ [Werbung]
    •  /