Taiwan: Notebookhersteller setzen auf CPUs von ARM und Intel

Nach dem Erscheinen von Windows 8, das auch auf ARM-CPUs läuft, soll es erstmals wieder Konkurrenz bei den Prozessorarchitekturen für Notebooks geben. Taiwanischen Berichten zufolge sollen die Notebookhersteller beide Lösungen unterstützen.

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Ivy-Bridge-Ultrabooks auf dem Intel Developer Forum
Ivy-Bridge-Ultrabooks auf dem Intel Developer Forum (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Einem Bericht von Digitimes zufolge wollen taiwanische Hersteller von Notebooks in Zukunft nicht mehr nur Geräte mit x86-Prozessoren, sondern auch solche mit ARM-CPUs anbieten. ARM-Notebooks werden auch für Privatanwender interessant, wenn sie zusammen mit Windows 8 verkauft werden. Dass Microsoft diese Version auch für ARM-Prozessoren entwickelt, hatte das Softwareunternehmen bereits mehrfach bestätigt.

Um günstigere Preise von ihren Zulieferern zu erhalten, wollen die Notebookhersteller laut dem Bericht mit einer Art von Ausschreibung arbeiten. Größere Liefermengen und kleinere Preise sollen unabhängig von der Prozessorarchitektur verhandelt werden. Digitimes nennt AMD nicht, es ist aber wahrscheinlich, dass mit "Intel-Prozessoren" auch die dazu kompatiblen x86-CPUs von AMD gemeint sind.

Die von Digitimes befragten Notebookhersteller gehen zwar nicht davon aus, dass Prozessoren auf ARM-Basis in den nächsten zwei bis drei Jahren mit Intel-CPUs in der Rechenleistung konkurrieren können. Spätestens nachdem Windows 8 ein halbes Jahr auf dem Markt ist, sollte der Wettbewerb zwischen den Chiparchitekturen aber richtig beginnen. Die Anbieter rechnen damit, dass das irgendwann im Jahre 2013 der Fall ist.

Dann, so der Bericht, könnte "Intel in seiner bisher größten Krise" stecken, wenn es dem Unternehmen nicht gelingt, seine Chips sparsamer zu machen. ARM hatte bereits bekräftigt, 40 Prozent Marktanteil bei Notebooks bis 2015 erreichen zu wollen.

Derzeit beherrscht ARM den wachsenden Markt für Smartphones und Tablets. Intel konnte bisher keine vergleichbar energiesparenden Chips wie der Hersteller anbieten. Erst vor wenigen Wochen hatte Intel-Chef Paul Otellini wieder ein Smartphone mit x86-CPU vorgestellt, das 2012 auf den Markt kommen soll. Solche Demos gab es schon öfter, nennenswerten Erfolg für Intel im Handheld-Markt aber schon lange nicht mehr.

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