Oracle: Solaris 11 erhält Anwendungscontainer

Mit Solaris 11(öffnet im neuen Fenster) hat Oracle das von Sun übernommene Betriebssystem laut eigenen Aussagen für den Einsatz in der Cloud optimiert. Dazu ist Solaris 11 bis auf die Betriebssystemebene virtualisiert worden. Auch Netzwerkressourcen können von Solaris 11 virtualisiert werden. Solaris-Anwendungen lassen sich in unabhängigen Containern installieren und starten. Die Virtualisierung von anderen Betriebssystemen ist hingegen nicht vorgesehen.
Die Virtualisierung und zusätzliche Änderungen am Dateisystem ZFS bilden zusammen die Basis für die sogenannten Sun ZFS Storage Appliances, die besonders für den Einsatz mit Oracles Datenbanklösungen optimiert sein sollen. ZFS bietet künftig die als Storage Pools bezeichnete Abstraktion, die mit dem Logical Volume Manager und Linux vergleichbar ist. Zusätzlich lässt sich ZFS verschlüsseln. Die Verschlüsselung wurde besonders für die Sparc-Server T4 optimiert. Darüber hinaus unterstützt ZFS die Deduplizierung, die die Speichernutzung reduzieren soll. Bislang waren beide Funktionen lediglich als Erweiterungen erhältlich.
Zusätzlich erhielt Solaris 11 neue Administrationswerkzeuge, etwa eine neue Version der Aktualisierungsverwaltung Live Upgrade und eine Erstellungsanwendung für Solaris-Images. Zusätzlich erhält eine neue Paketierung und das SVR4-Packaging-Werkzeug Einzug in Solaris 11.
Alle Änderungen hat Oracle in einem PDF-Dokument(öffnet im neuen Fenster) zusammengefasst. Einige davon waren bereits in der Vorabversion Solaris Express 11 umgesetzt worden, das Mitte November 2011 veröffentlicht wurde. Solaris 11 ist für die Sparc- und x86- Plattformen kostenlos erhältlich(öffnet im neuen Fenster) .