Nanotechnologie: Wissenschaftler bauen Nanoauto mit Vierradantrieb

Kleiner geht es kaum: Das Auto, das Wissenschaftler aus den Niederlanden entwickelt haben, besteht aus einem einzigen Molekül. Es hat einen Vierradantrieb, bewegt sich aber eher unelegant vorwärts.

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Nanoauto: Eher Paddel als Räder
Nanoauto: Eher Paddel als Räder (Bild: Universität Groningen)

Wissenschaftler der Universität im niederländischen Groningen haben ein Elektroauto der besonderen Art entwickelt: Es besteht aus einem einzigen Molekül und ist nur 1 Nanometer groß. Aber es hat einen Vierradantrieb, schreiben die Forscher im Fachmagazin Nature.

Das Molekül hat eine längliche Form. An den Enden sitzen je zwei Räder. Diese sind allerdings nicht wie bei einem herkömmlichen Auto rund, sondern gleichen eher kleinen Paddeln. Deshalb bewegt sich das Auto auch eher eiernd vorwärts. Der Nanoantrieb basiert auf einem mit Licht betriebenen Molekülmotor, den die Wissenschaftler um Ben Feringa 1999 entwickelt haben.

 
Video: Nanoauto fährt auf einer Metalloberfläche

Als Antriebsquelle des Fahrzeugs dient ein Rastertunnelmikroskop (Scanning Tunneling Microscope, STM). Von dessen Spitze werden Stromimpulse von etwa 500 Millivolt abgegeben. Durch diese Stromimpulse verändern die Räder ihre Form und bewegen so das Auto. Mit zehn Impulsen ließen die Wissenschaftler das Fahrzeug etwa 6 Nanometer weit fahren.

Um sicherzustellen, dass es auch tatsächlich die Räder sind, die das Nanoauto antreiben, untersuchten die Forscher, was geschieht, wenn sie die Räder falsch an das Molekül anbringen und diese sich dann in die falsche Richtung drehen. Sie brachten die Räder unter anderem so an, dass sich Vorder- und Hinterräder in entgegengesetzte Richtungen drehten. In diesem Fall bewegte sich das Auto nicht vom Fleck.

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