Abo
  • IT-Karriere:

Nasa: Raumfahrzeug Orion soll 2014 zum ersten Mal fliegen

2014, drei Jahre früher als ursprünglich geplant, will die US-Weltraumbehörde Nasa den ersten unbemannten Testflug mit dem Raumfahrzeug Orion durchführen. Dabei soll der Wiedereinritt in die Atmosphäre geprobt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Orion MPCV: Unbemannt zwei Mal um die Erde
Orion MPCV: Unbemannt zwei Mal um die Erde (Bild: Nasa)

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat angekündigt, dass das neue Raumfahrzeug Orion Multi-Purpose Crew Vehicle (MPCV) im Frühjahr 2014 zu seinem ersten unbemannten Testflug starten soll. Ursprünglich war der erste Flug erst für 2017 geplant.

Wiedereintritt testen

Stellenmarkt
  1. BavariaDirekt, München
  2. IGEL Technology GmbH, Augsburg

Der Testflug wird sehr kurz: Orion wird die Erde nur zweimal umkreisen. Ziel des Exploration Flight Test 1 ist es, einen Wiedereintritt des Orion in die Atmosphäre durchzuführen. Dabei könnten die Daten erhoben werden, die nötig seien, um ein Fahrzeug zu entwickeln, mit dem Menschen in den Weltraum reisen und sicher wieder zur Erde zurückkehren könnten, erklärte William Gerstenmaier vom Programm Human Exploration and Operations.

Mit dem Orion MPCV kehrt die Nasa zurück zum Konzept der einmalig verwendbaren Raumfahrzeuge, das sie auch beim Apollo-Programm angewendet hatte: Das MPCV, das aus einem konischen Modul für die Mannschaft und einem Servicemodul besteht, soll von einer Trägerrakete ins All transportiert werden.

Wassern im Pazifik

Das Servicemodul, das neben einem Antrieb auch Systeme zur Erzeugung und Speicherung von Strom sowie Tanks für Wasser, Sauerstoff und Stickstoff enthält, wird bei der Rückkehr vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abgetrennt. Das Mannschaftsmodul wird an Fallschirmen zur Erde zurückkehren und im Pazifik wassern.

Die Wasserungen probt die Nasa im Langley Research Center in Hampton im US-Bundesstaat Virginia, in einem eigens dafür ausgehobenen Becken, das etwa 35 Meter lang, 27 Meter breit und 6 Meter tief ist. Ein knapp eine Tonne schweres Modell des Orion wird für den Test an einer großen Kranbrücke hochgezogen, in eine Schaukelbewegung versetzt und dann ausgeklinkt. Die erste Testwasserung fand im Juli 2011 statt. Dieser Tage hat die Nasa Orion zum dritten Mal ins Wasser platschen lassen.

Trägerrakete SLS

Die erste Etappe auf ihrem Weg in den sogenannte Deep Space soll Orion an Bord einer Trägerrakete Space Launch System (SLS) zurücklegen. Die rund 100 Meter große, zweistufige Rakete wird zunächst eine Nutzlast von knapp 80 Tonnen ins All befördern, etwa zehn Prozent mehr als die Saturn V, mit der die Mondflüge durchgeführt wurden. Die SLS soll später ausgebaut werden und dann über 140 Tonnen transportieren können.

  • Test des Raketentriebwerks J-2X, das für die zweite Stufe der Trägerrakete SLS gedacht ist. (Foto: Nasa)
  • Treibstoffe sind flüssiger Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff.  (Foto: Nasa)
Test des Raketentriebwerks J-2X, das für die zweite Stufe der Trägerrakete SLS gedacht ist. (Foto: Nasa)

Den ersten unbemannten Flug der SLS plant die Nasa für das Jahr 2017. Am gestrigen Mittwoch hat die Nasa im Stennis Space Center in Hancock County im US-Bundesstaat Mississippi ein Raketentriebwerk für die SLS getestet. 500 Sekunden brannte das J-2X-Triebwerk, das für die obere der beiden Raketenstufen vorgesehen ist. Als Treibstoff kommen flüssiger Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff zum Einsatz.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Overwatch GOTY XBO für 15€ und Blu-ray-Angebote)
  2. 99,90€ + Versand (Vergleichspreis 129,85€ + Versand)
  3. (u. a. Hell Let Loose für 15,99€, Hitman 2 für 15,49€ und PSN Card 25 Euro [DE] für 21,99€)
  4. (u. a. SanDisk SSD Plus 1 TB für 88€ + Versand oder kostenlose Marktabholung)

IT-Karotte 10. Nov 2011

Schon das CM von Apollo hatte ein System das es nach der Wasserung aufgerichtet hat. Ich...


Folgen Sie uns
       


Fernsteuerung für autonome Autos angesehen

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme zeigt die Fernsteuerung von Autos über Mobilfunk.

Fernsteuerung für autonome Autos angesehen Video aufrufen
Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

10th Gen Core: Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren
10th Gen Core
Intel verwirrt mit 1000er- und 10000er-Prozessoren

Ifa 2019 Wer nicht genau hinschaut, erhält statt eines vierkernigen 10-nm-Chips mit schneller Grafikeinheit einen Dualcore mit 14++-Technik und lahmer iGPU: Intels Namensschema für Ice Lake und Comet Lake alias der 10th Gen macht das CPU-Portfolio wenig transparent.
Von Marc Sauter

  1. Neuromorphic Computing Intel simuliert 8 Millionen Neuronen mit 64 Loihi-Chips
  2. EMIB trifft Foveros Intel kombiniert 3D- mit 2.5D-Stacking
  3. Nervana NNP-I Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

    •  /