Battlefield 3: Electronic Arts sperrt importierte Keys in Origin
Wer besonders günstig mit importierten Keys an Battlefield 3 kommen möchte, muss derzeit mit Problemen rechnen: Electronic Arts löscht das Actionspiel in Origin - und nimmt zumindest eine rechtliche Grauzone in Kauf.
Nach beinahe jeder Veröffentlichung eines Call of Duty gibt es Ärger mit vermeintlich günstigen, weil aus Russland, Indien oder anderen Ländern mit niedrigerem Preisniveau importierten Keys. Diesmal hat es auch zahlreiche Spieler von Battlefield 3 getroffen, deren Version von EA aus dem Origin-Account gelöscht wurde - was bei den Betroffenen zu Frust und in den EA-Foren zu einem langen Thread geführt hat. EA selbst hat sich bislang nicht offiziell zu dem Thema geäußert. Auf Anfragen von Kunden haben Angestellte von EA an der Hotline angeblich gesagt, dass importierte Keys als Betrugsversuch betrachtet und deshalb gelöscht werden.
Die Keys lassen sich über sogenannte Key-Stores oder schlicht über Ebay ordern. Sie werden ohne Verpackung, Handbuch und DVDs per Mail an den Kunden geliefert, der deutlich weniger als für eine offizielle deutsche Handelsversion zahlen muss; das Spiel lädt er dann einfach etwa über das Onlineportal.
Mit der rechtlichen Einordnung tun sich auch Experten immer wieder schwer. Einige sind der Ansicht, dass der Import der Keys legal möglich sei, andere verweisen darauf, dass es sich um ein vertragliches Nutzungsrecht handelt, das der Publisher sehr wohl einschränken kann. Trotzdem verstoßen die meisten User, die einen Key im Ausland kaufen, gegen Gesetze, weil kaum jemand seine per Code gekauften Spiele ordnungsgemäß verzollt und versteuert. Allerdings müssen sich Electronic Arts und andere Publisher vorwerfen lassen, dass sie den Handel mit den Keys nicht schlicht von vornherein unterbinden - die Möglichkeiten hätten sie.
Battlefield 3 ist Ende Oktober 2011 auf den Markt gekommen. Die PC-Fassung des Actionspiels muss über das zu Electronic Arts gehörende Onlineportal Origin aktiviert werden, das mit seinen Nutzungsbedingungen heftige Proteste bei den Spielern ausgelöst hat.
Nachtrag vom 10. November 2011, 16:57 Uhr
Verschiedene Key-Händler haben mittlerweile Entwarnung gegeben. Gesperrt würden "nur geklaute Keys und jene, die mit geklauten Kreditkarten bezahlt wurden", heißt es etwa seitens Gamekeybiz in dessen Forum. Auch Hexa-Keys bestätigt das im eigenen Blog. Die selbstverkauften Keys würden nicht gesperrt, da sie von einem offiziellen EA-Partner stammen würden. EA habe bisher keine russischen Keys gesperrt und zudem etliche dieser Keys automatisch zu EU-Keys gemacht. Die EU-Keys, die am 4. November 2011 gesperrt und aus Accounts der betroffenen Nutzer entfernt worden seien, kämen hingegen von einem einzelnen Händler, der ebenfalls andere Key-Stores und auch Ebay beliefert habe.
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Die Nutzungsbedingungen des Anbieters dürfen aber nicht gegen geltendes (EU-)Recht...
Wäre es nicht. Das wäre Diskriminierung und die ist in der EU verboten.
auch hier wieder das gleiche: "der key hat funktioniert" und schon soll der anbieter...
Wie stellst Du Dir das vor? "Die Keys XXXX - XXXXX sind ungültig"? Nicht sonderlich...