Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Sand Flea: Sprungroboter für Afghanistan

Die US-Armee will in Kürze zwei Aufklärungsroboter des US-Unternehmens Boston Dynamics testen. Der Roboter mit dem Namen Sand Flea fährt auf vier Rädern und kann mehrere Meter hohe Hindernisse überspringen.
/ Werner Pluta
22 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Hüpft über Zäune und Mauern: Roboter Sand Flea (Bild: Sandia Labs/Screenshot: Golem.de)
Hüpft über Zäune und Mauern: Roboter Sand Flea Bild: Sandia Labs/Screenshot: Golem.de

Sand Flea, Sandfloh, heißt ein kleiner ferngesteuerter Roboter, den die US-Armee künftig in Afghanistan einsetzen will. Er soll die US-Soldaten bei der Aufklärung unterstützen.

Roboter mit vier Rädern

Entwickelt wurde er im Auftrag der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) vom US-Unternehmen Boston Dynamics(öffnet im neuen Fenster) und dem Sandia National Laboratory, die ihn 2009 als Precision Urban Hopper vorgestellt hatten. Der Roboter, der in etwa die Größe eines Schuhkartons hat, ist eine Plattform mit vier Rädern. Er wird beispielsweise mit einer Kamera ausgestattet und soll Bilder von einem Einsatzort liefern.

Precision Urban Hopper – springender Roboter
Precision Urban Hopper – springender Roboter (00:11)

Um Hindernisse wie Mauern zu überwinden oder in Häuser hineinzukommen, hat der Roboter ein Sprungbein. Das wird mit Gasdruck betrieben. Der Roboter hat einen kleinen Tank, der mit Kohlendioxid gefüllt ist. Eine Tankfüllung reicht für etwa 30 Sprünge. Mit seinem Sprungbein kann sich der Roboter über 7 Meter hoch katapultieren, also bis fast in den dritten Stock eines Hauses. Er landet dabei immer auf seinen Rädern. Eine besondere Technik verhindert, dass er nach der Landung allzu sehr umherspringt.

Springendes Auge

Gedacht sei der Roboter, um ummauerte Grundstücke vor einem Einsatz zu inspizieren, sagte ein US-Offizier der Wochenzeitung Army Times(öffnet im neuen Fenster) . Die Soldaten stünden oft vor der Frage, welchen Hof sie durchsuchen sollten und welchen nicht. Diese Entscheidung sei schwer zu treffen ohne die Unterstützung einer Drohne. Eine Patrouille könnte künftig den nur gut 2 Kilogramm schweren Sand Flea dazu einsetzen.

Die Armee will ab Winter zwei der Sprungroboter testweise einsetzen. Acht weitere Roboter seien bestellt, sagte der Offizier.


Relevante Themen