• IT-Karriere:
  • Services:

Autonomik: Wer haftet bei Roboterunfällen?

Was passiert, wenn ein Roboter einen Unfall verursacht? Wer ist Schuld? Wer zahlt den Schaden? Das Wirtschaftsministerium hat ein Forschungsprojekt initiiert, das einen rechtlichen Rahmen für Roboter und andere autonome Systeme untersuchen soll.

Artikel veröffentlicht am ,
Wer haftet, wenn Aila einen Unfall versursacht?
Wer haftet, wenn Aila einen Unfall versursacht? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Wer ist Schuld, wenn es kracht? Klar: Der Verursacher. Was ist aber, wenn ein autonomes Auto beteiligt ist? Wer haftet, wenn ein Assistenzsystem wie der Temporary Auto Pilot von VW oder ein Roboterauto wie Leonie einen Unfall verursacht? Der Hersteller, der Programmierer oder der Besitzer?

Stellenmarkt
  1. DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH, Stuttgart
  2. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Mit Fragen wie dieser beschäftigt sich das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) initiierte Forschungsprojekt Autonomik. Darin soll der Rechtsrahmen neu abgesteckt werden, um Innovationen im Bereich autonomer Systeme nicht zu behindern.

Dazu gehört aber nicht nur die Haftung im Falle eines Unfalls. Auch Fragen des Arbeitsrechts oder des Datenschutzes müssen geklärt werden. Insgesamt sieben Rechtsgebiete sind betroffen. Zunächst müssen Grundsatzfragen geklärt werden, etwa wie sich die Begriffe Handlung, Zurechnung oder Schuld auf autonome Maschinen übertragen lassen.

Als nächstes müssen Richtlinien geschaffen werden, nach denen autonome Systeme für einen Einsatz zugelassen werden. Hier muss geklärt werden, wer für deren Zulassung zuständig ist und welche Kriterien eine autonome Maschine erfüllen muss, damit sie eingesetzt werden darf. Damit einher geht der Arbeitsschutz: Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, damit die Roboter und andere autonome Systeme die menschlichen Kollegen nicht gefährden oder ihnen Schaden zufügen.

Sollte trotz Sicherheitsmaßnahmen doch etwas passieren: Wer zahlt in einem solchen Fall? Normalerweise übernimmt eine Versicherung den Schaden. Doch können autonome System versichert werden? Und wenn ja: Wie lassen sich Schäden versichern, die ein Roboter verursacht? Aber es muss ja kein Unfall sein: Eine Maschine kann ausfallen und damit unter Umständen Schäden durch einen Produktionsausfall verursachen. In zivilrechtlicher Hinsicht muss definiert werden, wer dann Fall haftet oder Schadensersatz leisten muss.

Schließlich berühren die autonomen Systeme noch ein weiteres Gebiet, auf das gerade hierzulande Menschen sehr sensibel reagieren: den Datenschutz. Welche Daten dürfen autonome Maschinen erheben? Wie dürfen solche Daten genutzt werden? Bedeutet die Vernetzung von autonomen Maschinen am Ende das Aus für den Datenschutz?

"Nur wenn es gelingt, die Rechtsnormen an den technischen Fortschritt anzupassen, können wir auch für die Autonomik einen Beitrag zum Abbau von Innovationsbarrieren leisten", erklärt Eric Hilgendorf. Er ist Jurist und Experte für das Gebiet Recht und Robotik.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)

katzenpisse 10. Nov 2011

Das wird wohl noch ein klein wenig dauern :D

katzenpisse 10. Nov 2011

Und warum sollte ein iPod mit Skype keine Fernsprechapparat (=Telefon) sein? Schließlich...

baldur 10. Nov 2011

Bis wir echte KIs haben werden, werden wohl noch einige Jahrzehnte vergehen. Aber ich...

Anonymer Nutzer 09. Nov 2011

und auch hier der Hersteller. Allerdings darf keine Fahrlässigkeit vorliegen. Warum...

Hanmac 09. Nov 2011

ist es ein Hardware Fehler haftet der Hersteller ist es ein Software Fehler haftet der...


Folgen Sie uns
       


Warum Intels erste CPU nicht Intel gehörte - (Golem Geschichte)

Intel leistete in den 70ern Pionierarbeit und wäre dennoch fast gescheitert. Denn ihren bahnbrechenden 4-Bit-Mikroprozessor wurden sie erst gar nicht los.

Warum Intels erste CPU nicht Intel gehörte - (Golem Geschichte) Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /