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Korruptionsvorwurf: Media-Markt-Topmanager verhaftet

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat einen Topmanager von Media Markt verhaften lassen. Es geht dabei um Bestechungsgelder in Millionenhöhe, von denen der Mann zumindest gewusst haben soll.
/ Christian Klaß
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Aktueller Media-Markt-Werbeslogan (Bild: Media Markt)
Aktueller Media-Markt-Werbeslogan Bild: Media Markt

Am 9. November 2011 wurde ein Topmanager der Elektronikfachmarktkette Media Markt(öffnet im neuen Fenster) verhaftet. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Augsburg beispielsweise gegenüber dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) und Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) . Es habe Verdunkelungs- und Fluchtgefahr bestanden. Dem Mann wird vorgeworfen, von jahrelangen Schmiergeldzahlungen gewusst zu haben.

Ein Geschäftsmann soll insgesamt über 3,5 Millionen Euro gezahlt haben, um im Gegenzug exklusiv DSL-Verträge in Media-Markt-Filialen anbieten zu können. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb von einer gewerbsmäßigen Bestechlichkeit in 70 Fällen aus.

Die Metro-Tochter und Media-Markt-Holding Media-Saturn(öffnet im neuen Fenster) lehnte zwar eine Stellungnahme zur Festnahme ab. Ein Sprecher bestätigte Golem.de aber, das Verfahren ursprünglich selbst angestoßen zu haben und mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren. Am 13. Juli 2011 wurden deswegen die Zentrale von Media-Markt-Saturn und Privatwohnungen durchsucht sowie Akten und Rechner beschlagnahmt . Damals hieß es, dass gegen sechs Personen wegen Bestechung ermittelt wird.

Im Oktober wurden bereits fünf Personen im Zuge der Ermittlungen verhaftet. Dabei handelte es sich um einen für Süddeutschland zuständigen Media-Markt-Manager, seine Ehefrau und um drei Geschäftspartner. Nun folgte offenbar die sechste Person.


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