Amazon und Intel: HP in heißer Phase für WebOS-Verkauf
Hewlett-Packard prüft einen konkreten Verkauf seines Betriebssystems WebOS. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf vier informierte Personen. Zu den Interessenten sollen Amazon, Research In Motion (RIM), IBM, Oracle und Intel gehören.
Der Verkauf könnte mehrere 100 Millionen US-Dollar einbringen. Im April 2010 bezahlte Hewlett-Packard 1,2 Milliarden US-Dollar für Palm. Doch Hewlett-Packard habe über ein Jahr lang in die Software kaum investiert, weshalb der Preis für WebOS bei einer Auktion nicht besonders hoch sein werde. WebOS ist auch wegen der dazugehörigen Patente interessant. Hewlett-Packard soll sich bei dem Verkauf von den Investmentbankern der Bank of America Merrill Lynch beraten lassen.
Der damalige Konzernchef Léo Apotheker hatte erklärt, das Geschäft mit WebOS-Hardware werde im vierten Quartal 2011 eingestellt. Das sollte auch das Aus für das Tablet- und Smartphone-Geschäft bedeuten. Am 27. Oktober 2011 hatte Hewlett-Packard den geplanten Verkauf der PC-Sparte wegen zu hoher Kosten rückgängig gemacht. Zur Zukunft von WebOS gab es keine endgültige Aussage.
Eine Sprecherin von HP-Deutschland erklärte Golem.de am 28. Oktober 2011: "Bezüglich WebOS sind wir nach wie vor am Ausloten von Optionen für die Optimierung der WebOS-Software. Es ist also noch keine definitive Entscheidung gefallen." Die neue Konzernchefin Meg Whitman hatte gesagt, dass WebOS nicht direkt mit dem PC-Geschäft verbunden sei. Die Revision der Entscheidung zur PC-Sparte bedeute nicht automatisch eine Rückkehr zu WebOS. Die Konzernführung arbeite noch an einem Plan zu WebOS und sie erwarte einen Beschluss in den nächsten Monaten.
Kürzlich erklärte Whitman in einem Interview, dass nun die Frage zu klären sei, "was wir mit der WebOS-Software machen und ob wir wieder mit WebOS-Geräten auf den Markt kommen", sagte Whitman. "Es wäre natürlich nicht das gleiche Gerät, es wird die Version 2.0 sein."
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