Interview: Intel plant große Werbekampagne für Ultrabooks

"Im kommenden Jahr werden die Ultrabooks im Zentrum unserer größten Marketingkampagne seit Jahren stehen" , sagte Intels Vertriebschef Tom Kilroy dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) . Das Interview erscheint in der Ausgabe vom 8. November 2011.
Die ersten Ultrabooks, die noch im Jahr 2011 unter anderem von Acer ( Serie S3 ) und Asus ( Zenbook ) auf den Markt kommen, sollen aber noch kein durchschlagender Erfolg werden: "Da werden die Stückzahlen noch nicht so hoch sein" , sagte Kilroy dem Handelsblatt. Das deckt sich mit Berichten aus asiatischen Handelskanälen, denen zufolge diese beiden Unternehmen 2011 weltweit nur jeweils 100.000 Ultrabooks ausliefern werden. Erwartet worden waren den unbestätigten Angaben nach 200.000 bis 300.000 Geräte.

Große Hoffnungen setzt Tom Kilroy in Windows 8, das zwar 2012 erscheinen soll, für das es aber immer noch keinen genaueren Termin gibt. Durch die neuartige Bedienung des Betriebssystems sollen Ultrabooks mit Touchscreen neue Kundenbereiche erschließen. "Dann wird es für Firmen richtig interessant" , sagte Intels Vertriebschef.
Neben einem neuen Windows, das traditionell die Nachfrage nach neuen PCs ankurbelt, kranken die ersten Ultrabooks auch noch an einer nur halbherzigen Umsetzung einer wichtigen Funktion. Zwar wachen sie innerhalb der von Intel vorgeschriebenen Zeit von weniger als sechs Sekunden aus dem Standby-Modus wieder auf . Das von Microsoft entwickelte Connected Standby beherrschen die jetzt verfügbaren Geräte aber nicht.
Microsoft sieht vor, dass sich Windows-8-PCs – und nur mit diesem Betriebssystem gibt es Connected Standby – auch im Schlafmodus ständig mit Diensten wie E-Mail oder sozialen Netzwerken synchronisieren. Das soll so nahtlos arbeiten, wie die Anwender es von Smartphones gewohnt sind. Auf den ersten Ultrabooks klappt das nur mit einigen Anwendungen, die das von Intel als Zwischenlösung angebotene Smart Connect unterstützen. Dabei wird der Rechner aber aus dem Standby immer wieder geweckt, was die Akkulaufzeit senkt. Das soll mit Connected Standby nicht mehr nötig sein.