NuoDB: Eine neue Art von Datenbank

NuoDB ist eine relationale ACID-Datenbank, die Transaktionen unterstützt und elastisch skalierbar ist. NuoDB spricht von einer NewSQL-Datenbank, um sich von der NoSQL-Konkurrenz abzugrenzen. Denn schließlich unterstützt NuoDB nach außen SQL. Gegenüber herkömmlichen SQL-Datenbanken soll sich die Datenbank vor allem darin unterscheiden, wie ACID-Transaktionen in einer verteilten Umgebung durchgeführt und verwaltet werden.
Dafür sorgt ein verteiltes, nicht blockierendes atomares Commit-Protokoll, das garantieren soll, dass Transaktionen von einem beliebigen, gerade verfügbaren Cluster-Knoten verarbeitet werden können. Das System soll einen hoch verfügbaren konsistenten Zugriff auf die gespeicherten Daten erlauben.
Gegründet wurde NuoDB unter anderem von Jim Starkey, der 1984 bereits die Firma Interbase gründete und dessen Datenbank im Jahr 2000 von Borland unter dem Namen Firebird als Open Source veröffentlicht wurde. Starkey unterstützt das Firebird-Projekt, gründete aber mit Netfrastructure ein neues Unternehmen, um eine Plattform für Webapplikationen zu entwickeln, zu der auch eine relationale Datenbank gehört. Diese wurde nach der Übernahme von Netfrastructure durch MySQL unter dem Namen Falcon in deren Datenbank integriert.
NuoDBs Architektur erinnert an Peer-to-Peer-Systeme: Daten, Indizes und Transaktionsstatus existieren in mehreren Nodes und werden auf Anfrage an den Nodes zur Verfügung gestellt, die diese Daten benötigen. Nur spezielle Nodes speichern Daten persistent. Eingehende SQL-Anfragen werden zur Ausführung auf In-Memory-Nodes, einzelne Nodes oder auf mehreren Nodes optimiert. Dabei wird der SQL99-Standard unterstützt.
NuoDB steht unter nuodb.com(öffnet im neuen Fenster) derzeit in einer Beta 3 zum Download bereit.



