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Onlinebanking: Kosten für TANs per SMS tragen oft die Kunden

Etwas versteckt in den Beschreibungen für sicherere Verfahren beim Onlinebanking wie mobilen TANs finden sich die Preise für den SMS-Versand. Die Banken sind der Meinung, die Kunden müssten die Kosten für den TAN-Versand selbst tragen.
/ Achim Sawall
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Bild: Deutsche Bank

Die Kosten für sicherere Verfahren beim Onlinebanking werden oft auf den Kunden abgewälzt. Während Kunden bisher Transaktionsnummern von Papierlisten zum Onlinebanking verwenden, sollen künftig entweder Geräte zum individuellen Generieren von TANs benutzt oder TANs per SMS auf das Mobiltelefon des Kunden verschickt werden.

Besser gesichertes Onlinebanking ist mit den Verfahren mobileTan, ChipTan, eTan plus und mit FinTS möglich. Die Kosten für die Geräte oder die SMS übertragen die Banken nun überwiegend auf ihre Kunden. Laut Stiftung Warentest(öffnet im neuen Fenster) werden für die mobile TAN bis zu 15 Cent pro Überweisung berechnet, die Nutzung eines Tan-Generators für die ChipTan kostet einmalig bis zu 15 Euro und für FinTS müssen Kunden bis zu 100 Euro zahlen. Die Warentester fordern: Jede Bank sollte zumindest ein sicheres Verfahren für das Onlinebanking kostenlos anbieten.

So berechnet die Deutsche Bank(öffnet im neuen Fenster) ihren Kunden 9 Cent pro SMS. Auch die Norisbank(öffnet im neuen Fenster) und die Berliner Bank(öffnet im neuen Fenster) berechnet dem Kunden die Zusendung der TAN mit 9 Cent. Bei der Sparda-Bank(öffnet im neuen Fenster) sind fünf mobile TANs pro Monat kostenfrei, jede weitere kostet 20 Cent. Ein Sprecher der Postbank sagte Golem.de: "Bei uns kostet es nichts. Wir stellen den Kunden keine Kosten für die SMS in Rechnung. Wir kalkulieren das in das Konto mit ein."

Kerstin Tack, die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion, erklärte: "Entweder die Kunden müssen ein entsprechendes Gerät kaufen, dann ist eine Überprüfung von Banken-AGB erst gar nicht möglich. Oder die Banken verlangen Gebühren für die Versendung der SMS. Damit entledigen sich die Banken der Kosten für einen sicheren Bankenverkehr."

Nötig sei, dass die Banken ihren Kunden sichere Bankverfahren kostenfrei zur Verfügung stellen, sagte Tack. Die Sicherheit des Zahlungsverkehrs stelle eine ureigene Pflicht der Banken dar. Nachdem die Banken durch Einführung des Onlinebanking-Verfahrens bereits Mitarbeiter einsparen konnten, müssen die Kunden neben dem zusätzlichen Aufwand auch noch die Kosten für die Sicherheit des Geldverkehrs tragen.


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