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OLPC: Negroponte will XO-3 Tablets vom Hubschrauber abwerfen

OLPC-Gründer Nicholas Negroponte hat einen Plan für die Verteilung der Bildungsnotebooks der nächsten Generation: Er will die Tablets XO-3 von Hubschraubern abwerfen lassen. Kinder sollen die Rechner finden, sie einschalten und gleich damit arbeiten können.

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Robust genug für Abwurf aus dem Hubschrauber: OLPC-Bildungstablet XO-3
Robust genug für Abwurf aus dem Hubschrauber: OLPC-Bildungstablet XO-3 (Bild: OLPC)

Nicholas Negroponte hat eine etwas bizarre Idee entwickelt, um die neuen Bildungsrechner an die Empfänger zu bringen: Die XO-3 Tablets sollen einfach von Hubschraubern in der Nähe von abgelegenen Dörfern abgeworfen werden. Inspiriert wurde er von der 80er-Jahre-Komödie Die Götter müssen verrückt sein, in der ein afrikanischer Stamm eine Coca-Cola-Flasche findet, die aus einem Flugzeug abgeworfen wurde.

Tablet einschalten und loslegen

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Die Kinder sollen, so stellt es sich Negroponte vor, die Tablets finden, sie einschalten und damit arbeiten. Eine Anleitung oder gar Hilfe von einem Lehrer wird es bei dieser Art der Verteilung der Bildungsrechner nicht geben. Negroponte ist aber überzeugt, dass die Tablets der von ihm gegründeten Stiftung One Laptop Per Child (OLPC) so einfach gestaltet sind, dass die Kinder auch ohne Hilfe damit klarkommen.

Als Beispiel dafür, dass dieser Ansatz funktionieren kann, führte Negroponte das Projekt Hole in the Wall an, das die Bildungsforscherin Sugata Mitra 1999 in Indien durchführte: Sie stellte in einem Slum in Neu Delhi internetfähige Computer auf. Kinder, die noch nie zuvor mit Computern in Berührung gekommen waren, brachten sich in kurzer Zeit selbst bei, ihn online zu bringen und im Internet zu surfen.

Aus dem Hubschrauber werfen

Negroponte habe seine Idee in der vergangenen Woche auf einer Konferenz vorgestellt, berichtet das PC Magazine. "Wir nehmen die Tablets und werfen sie wirklich aus dem Helikopter", sagte er.

Die Tablets sollen so robust sein, dass sie einen Fall aus gut zehn Metern unbeschadet überstehen. Damit die Geräte auch in Orten ohne Stromanschluss betrieben werden können, sind sie mit Solarzellen ausgestattet, die Strom für die Akkus liefern sollen. Um sie zu bauen, hat OLPC im vergangenen Jahr eine Kooperation mit dem US-Hardwarehersteller Marvell vereinbart. Auf den Geräten werden 100 E-Books vorinstalliert sein. Weitere Inhalte sollen die Kinder drahtlos über das Internet beziehen.

Drei Millionen Laptops in 45 Ländern

OLPC hat nach Negropontes Angaben bisher rund 3 Millionen der Bildungslaptops an Schüler in 45 Ländern ausgeliefert. Den Preis für die Computer hat OLPC allerdings immer noch nicht auf die angestrebten 100 US-Dollar gedrückt. Negativ äußerte sich der OLPC-Gründer über das indische 25-Euro-Tablet. Dieser Preis könne nur über Subventionen durch die Regierung erzielt werden, sagte er.

Die Frage ist, ob Negropontes Idee so gut ist. In dem botswanischen Film zerstreitet sich der Stamm nämlich derart über das vermeintliche Göttergeschenk, dass das Oberhaupt beschließt, die Flasche zurückzugeben. Bleibt abzuwarten, ob bei OLPC irgendwann zurückgegebene Tablets eintreffen.



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Salzbretzel 14. Nov 2011

Ganz zu Anfang hast du mal gemeint ich würde den Menschen nichts zutrauen. (Der...

Prypjat 10. Nov 2011

So ist es auch. Wir (die Westlichen Länder) machen nichts anderes als die Dritte Welt...

velo 10. Nov 2011

Also im Film haben sie beschlossen die Cola-Flasche zum Ende der Welt zu bringen und sie...

flasherle 10. Nov 2011

ich bezweifle das die gegenden dann strom ahebn um das ding wieder aufzuladen...

Vollstrecker 08. Nov 2011

Ach nee besser nicht, davon hat Negroponte ja nichts. Statt 3 Laptops für 2-4 Kinder...


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