C64x: Brotkasten mit Intel-i7-Prozessor

Commodore USA hat bereits Ende 2010 eine Retroversion des C64 angekündigt. Die ab dem 2. Quartal 2011 angebotene Version wurde mit Intels Atom-CPU betrieben. Das neue Gerät C64-EX (Extreme) ist deutlich leistungsstärker.







Nach wie vor ist der neue C64 mit einer Tastatur ausgerüstet, die stark an den Homecomputer erinnert, den Commodore in den 80er und 90er Jahren(öffnet im neuen Fenster) mit großem Erfolg verkaufte. Die Tasten sehen fast aus wie die des Originals. Sie sind jedoch entprellt und sollen beim Drücken nun klicken.
Auch das Gehäuse erinnert stark an den alten Rechner, doch schon an den vier USB-2.0- und zwei USB-3.0-Anschlüssen sowie dem Netzwerkanschluss erkennt auch der Laie schnell, dass modernste Rechnertechnik in einem alten Gehäuse verpackt wurde.
Der C64x Extreme ist mit der schnellen Intel-CPU i7-2720QM (Sandy Bridge) mit 8 GByte DDR3-RAM sowie einer Festplatte mit einer Speicherkapazität von 2 TByte ausgerüstet, die mit 7.200 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Auch ein DVD-RW-Brenner fand an der Seite des beigen Gehäuses noch Platz.
Commodore USA setzt im C64x Extreme Intels Grafiklösung HD 3000(öffnet im neuen Fenster) ein, die wenig spieletauglich ist. Der "neue" C64 kann mittels HDMI, DVI und VGA an ein Display, den Fernseher oder einen Projektor angeschlossen werden. Dazu kommen noch analoge Tonanschlüsse für VIAs Soundlösung VT1705.
Der C64x Extreme(öffnet im neuen Fenster) wird mit der Linux-Distribution Ubuntu 10.10 (Maverick Meerkat) ausgeliefert und soll rund 1.500 US-Dollar kosten. Von der schon im April 2011 von Commodore USA versprochenen Linux-Distribution Commodore OS Vision(öffnet im neuen Fenster) , mit der zum Beispiel auch alte C64-Programme genutzt werden könnten, ist jedoch noch nichts zu sehen.