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Computeranimierte Rüsseltiere

Kulissen und Charaktere sind eine eigentümliche Mischung aus Computeranimation und Theaterrequisiten. Während aus dem Teleporter entsprungene kleine fliegende Rüsseltiere per Computergrafik eingearbeitet wurden, sind einige Wasserszenen einfach mit durchsichtigem Plastik nachgestellt. Die Kostüme der zahlreichen Nebenfiguren und Aliens sind ebenfalls aus einfachen Mitteln zusammengestellt worden. Sie habe sich immer gefreut, wenn ein neuer Alien die Kulisse betrat, sagte Tschirner.

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Dass sich die Drehbücher an den vorhandenen Requisiten orientiert haben, bestreitet Jahn aber. Alles sei geplant gewesen, sonst wäre die Produktion auch viel zu aufwendig geworden. Auch den Begriff "trashig" findet Jahn für seine Serie nicht zutreffend, sie habe einfach eine "spielerische Leichtigkeit". Tatsächlich erinnert Ijon Tichy: Raumpilot mehr an die Serie Doktor Who oder die Verfilmung der Douglas-Adams-Romane durch die BBC.

Science-Fiction-Filmzitate

Die Episoden sind gespickt mit Filmzitaten aus dem Science-Fiction-Genre, zu dem auch Ijon Tichy zählt. Die Zeitmaschine hinterlässt eine Flammenspur und ein rotierendes Nummernschild und die Rüsseltiere sind ein Resultat aus missglückten Teleporterübertragungen nach dem Film "Die Fliege" mit Vincent Price, der später auch von David Cronenberg verfilmt wurde.

Fröhlich werden nicht nur Science-Fiction-Inhalte auf die Schippe genommen, in der zweiten Folge mit dem Namen "Shopping" kommt ein bekanntes Möbelhaus unter Beschuss.

Sepulken verboten

Manchmal sind die Episoden aber schlichtweg albern, darunter "Sepulken verboten", in der ein Leuchtturm eine zentrale Rolle spielt. In der 14. Reise der Sterntagebücher wird das Sepulken als eine Tätigkeit beschrieben, die nur mit einer Partnerin möglich ist. In Ijon Tichy: Raumpilot wird den Hypnotisierten das Sepulken generell verboten, gemeint ist hier das Urinieren.

Die erste Staffel wurde vom ZDF, das auch diesmal die Staffel in Auftrag gegeben hat, zu später Stunde ausgestrahlt, meist nach Mitternacht. Die zweite Staffel wird hingegen zuerst in ZDF Neo ab dem heutigen 4. November 2011 um 21 Uhr in Doppelfolgen ausgestrahlt. Die weiteren Folgen sind an den darauffolgenden Freitagen zu sehen, der Beginn liegt zwischen 21 und 21:30 Uhr. Die letzten beiden Episoden erzählen eine durchgehende Geschichte, alle anderen Folgen sind in sich abgeschlossen.

Für erwachsene Kinder

In seinem Hauptsender versteckt das ZDF ab dem 28. November 2011 Ijon Tichy nach Mitternacht in seinem Nachtprogramm. Die Folgen können aber auch in der ZDF-Mediathek abgespielt werden. Die DVD der zweiten Staffel ist bereits im Handel erhältlich. Auf der ZDF-Webseite von Ijon Tichy gibt es auch ein Flash-Spiel, in dem die Planeten der Episoden angesteuert werden können.

Die zweite Staffel macht Spaß. Sie nimmt den Faden der ersten Staffel auf und spinnt ihn fröhlich weiter. Wir haben viel geschmunzelt und einige Male gelacht. Wer auf die Verfilmung von Lems durchaus teils tiefgründigen philosophischen Überlegungen zum menschlichen Dasein hofft, erwartet allerdings zu viel. Für eine Kinderserie sind die Drehbücher wiederum teilweise zu komplex.

ZDF-Redakteur Alexander Bickel dankte seinem Sender, wo sonst "sogar die Mainzelmännchen ihre Feinripp-Unterhemden bügeln", für die Unterstützung des Teams von Ijon Tichy. Er sei froh, das es noch so viele "Bekloppte und Verrückte" gebe.

Und die Reise geht weiter, demnächst auf der Kinoleinwand, wie uns Oliver Jahn bestätigte.

 Ijon Tichy Raumpilot 2: Mels Odyssee und das Geheimnis des Sepulkens
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Icestorm 07. Nov 2011

nicht einfach nur den Sidekick sein lassen können? So wurde sie jetzt zu einer bemüht...

riddick70 07. Nov 2011

(((((((((0;

Freepascal 07. Nov 2011

Es wurde doch schon gesagt, dass die Serie in der Mediathek verfügbar ist. Für jeden...

JNZ 06. Nov 2011

Bei mir sah es ähnlich aus, solche Indie-Filme sind auf meiner Prio-Liste gaaaanz unten...

PCAhoi 04. Nov 2011

schade, erzählt uns doch noch mehr von Dir :o) ....und ja: Lem ist Kult!


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