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Cinema EOS System: Digitale Spiegelreflexkameras von Canon zum Filmen

Canon will mit dem Cinema EOS System an den Erfolg der Spiegelreflexkamera EOS 5D Mark II im Filmbereich anknüpfen und stellt neben der neuen EOS C300 zahlreiche Objektive vor. Zudem kündigt Canon die Entwicklung einer Spiegelreflexkamera an, die Videos in 4K-Auflösung aufnimmt.
/ Jens Ihlenfeld
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EOS C300 (Bild: Canon)
EOS C300 Bild: Canon

Canon kündigte das Cinema EOS System an, Videokameras mit Spiegelreflextechnik. Damit will das Unternehmen den Erfolg der EOS 5D Mark II fortsetzen: Eigentlich ein digitaler Fotoapparat, kann die Kamera durch Videos in hoher Qualität aufnehmen. Regisseur Greg Yaitanes(öffnet im neuen Fenster) ließ das Finale der sechsten Staffel der US-Serie Dr. House komplett mit Canons Spiegelreflexkamera drehen.

Neben zahlreichen Objektiven kündigte Canon zwei neue Kameras an, darunter eine neue namenlose Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor, die Videos in 4K-Auflösung mit 24 Bildern pro Sekunde in Motion-JPEG-Kompression aufnehmen und neue Maßstäbe im Filmbereich setzen soll.

EOS C300/C300 PL

Konkreter ist die Ankündigung der EOS C300, einem Camcoder, der mit Wechselobjektiven ausgestattet werden kann. Zwar kommt hier im Inneren Canons Camcordertechnik zum Einsatz, es können aber Canons EF-Objektive aus dem Fotografiebereich verwendet werden. Das Modell C300 PL hingegen nimmt PL-Objektive auf.

Die C300 verwendet einen CMOS-Sensor mit 8,29 Megapixeln, der größer ist als klassische 35-mm-Sensoren. Dadurch fallen die einzelnen Pixel deutlich größer aus, was die Lichtausbeute erhöhen soll. Der Sensor nimmt die volle HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln für jede der drei RGB-Farben auf. Das soll das Auftreten von Moiré-Mustern reduzieren.

Die Kamera unterstützt die Bildwiederholraten 59.41i, 50.00i, 29.97P, 25.00P und 23.98P sowie einen 24.00p-Modus. Zudem kann sie für Zeitrafferaufnahmen mit bis zu 60-facher und Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 1/2,5-facher Geschwindigkeit genutzt werden.

Zudem sollen die Daten aus dem Sensor besonders schnell ausgelesen werden, um Rolling-Shutter-Effekte(öffnet im neuen Fenster) zu reduzieren. Der verwendete Bildprozessor Digic DV III soll zudem für eine präzise Gamma-Verarbeitung sorgen.

Die Filme werden in MPEG-2-Full-HD (MPEG2 422@HL) mit einem Farb-Sampling von 4:2:2 aufgezeichnet, wobei die Kamera bis zu 50 MBit/s ausgibt, was für hohe Bildqualität sorgen soll. Die EOS C300 verfügt über zwei Compact-Flash-Steckplätze, um die Videos parallel auf zwei CF-Karten zu sichern. Zudem gibt es einen HD-/SD-SDI-Ausgang, um die Filme extern aufzuzeichnen.

Canons EOS C300 misst 133 x 179 x 171 mm, wiegt 1.430 Gramm und hat vier Start-Stop-Knöpfe, damit sie besonders flexibel eingesetzt werden kann. Mit dem optional erhältlichen WLAN-Modul WFT-E6B kann die Kamera auch per Smartphone oder Tablet ferngesteuert werden.

Die EOS C300(öffnet im neuen Fenster) soll Ende Januar 2012 für rund 20.000 US-Dollar auf den Markt kommen, die C300 PL im März zu etwa dem gleichen Preis folgen.


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