Kingston: Übertaktungsrekord mit 3.175 MHz für DDR3-Speicher

Einem von Kingston gesponserten Team ist mit einem Takt von 3.175 MHz für DDR3-DIMMs bei CL8 ein Frequenzrekord für Speichermodule gelungen. Diesmal wurde nur das RAM mit flüssigem Stickstoff gekühlt.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Testaufbau, vorne links eine POST-Karte
Der Testaufbau, vorne links eine POST-Karte (Bild: Kingston)

Dass sich die meisten Halbleiter, und eben auch Speichermodule, mittels Kühlung unter dem Nullpunkt massiv übertakten lassen, hat ein Team von Kingston erneut bestätigt. Beim sportlichen Overclocking von Speichern geht es aber nicht um den effektiven Takt alleine, die Werte sind nur bei gleichen Timings, insbesondere der CAS-Latency (CL), vergleichbar.

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Selbst bei einem hohen Wert von CL11 - der in der Praxis die Leistung drücken kann - kamen die schweizerischen Übertakter Roger Tanner alias "splmann" und Marc Voser alias "Besi" aber nicht über 3.200 MHz hinaus. Diesen Wert hatten andere Overclocker aber bereits erreicht. Mit hohen Latenzen haben die Speicherchips mehr Zeit zum Erholen zwischen Zugriffen, daher sind hier höhere Frequenzen möglich.

  • Die dicke Verbindung stammt von der Kompressorkühlung für die CPU.
  • Stickstoffbadewanne für ein Speichermodul
  • Die Takte wurden über ein Notebook gesteuert.
  • Die umstrittene Thermoskanne ohne Handschuhe dient zum Nachfüllen.
  • Der Versuchsaufbau, vorne links die übliche POST-Karte
  • Die validierten CPU-Z-Ergebnisse
Die Takte wurden über ein Notebook gesteuert.

Die HyperX-Module von Kingston, die serienmäßig mit 2.544 MHz ohnehin schon hohe Frequenzen vertragen, sollten aber weit über 3 GHz getrieben werden. Um in der Übertakterszene anerkannte Rekorde zu erreichen, verlegten sich die Frequenzjäger auf die Latenzen CL6 und CL7. Mit diesen Parametern laufen auch bei weit geringeren Takten nur wenige und teure Speichermodule.

Geringe CL, aber sonst hohe Latenzen

Am Ende des Experiments ließen sich zwei Bestmarken erzielen: Bei CL6 waren 3.095 MHz möglich und bei CL8 noch 3.175. Außer der CAS-Latency waren die übrigen Timings mit insgesamt 6-15-15-31 recht konservativ gewählt, was beim Speicherübertakten aber üblich ist. Mit welchen Spannungen für den Speicher die Overclocker arbeiteten, ist nicht bekannt. Die HyperX-Module mit Elpida-Chips erreichen in der Werksteinstellung über ein XMP-Profil für Intel-Mainboards die effektiv 2.544 MHz schon bei 1,65 Volt.

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Gekühlt wurde das einzelne Modul über einen speziellen Behälter für flüssigen Stickstoff. Diese Wanne aus Kupfer und Aluminium umhüllt die Oberseite des Speichermoduls. Um auch den Prozessor und dessen Speichercontroller am Leben zu erhalten, kam eine Kompressorkühlung zum Einsatz. Der Bus des verwendeten Core i7-860 musste für die angepeilten Speicherfrequenzen bei rund 250 MHz und damit weit jenseits der Spezifikation von 133 MHz laufen. Als Mainboard diente ein Maximus III Formula von Asus.

Das Experiment fand bereits am 20. Oktober 2011 auf einer Veranstaltung des Distributors Ingram in Luzern statt, die validierten Ergebnisse und Bildfreigaben des Speicherherstellers liegen aber erst jetzt vor.

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der_heinz 06. Nov 2011

Ich halte zwar auch nichts von einem 10-Lüfter-Düsenjet-Gehäuse aber Strom ist in der...

gelöscht 04. Nov 2011

und die gestalten sehen ebenso obskur aus... evtl. die direkten nachfahren? :)

1st1 04. Nov 2011

... und musste an die 7,14 MHz meines Amiga 500 bzw. die 8 MHz meines Atari ST denken...

Fincut 04. Nov 2011

Steht im Artikel. "Sportliches übertakten".



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