Touch & Travel: Smartphone-Ticketsystem der Bahn hat Sicherheitslücke

Touch & Travel von der Deutschen Bahn ist offline genommen worden. Die Bankdaten der Nutzer hatten bei der Neuanmeldung offengelegen.

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Touch & Travel: Smartphone-Ticketsystem der Bahn hat Sicherheitslücke
(Bild: Deusche Bahn)

Bei Touch & Travel, dem Smartphone-Ticketsystem der Deutschen Bahn, gibt es eine schwere Sicherheitslücke. Wie der Hessische Rundfunk berichtet, konnten neue Nutzer in der Anmeldemaske die persönlichen Daten anderer, darunter Adresse, Telefonnummer und Bankverbindung, einsehen.

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Die Bahn hatte das System am 2. November 2011 nach dem Hinweis von Hr-Info abgeschaltet. Die anderen Funktionen auf der Bahn-Website sollen nicht von dem Loginproblem betroffen sein und können weiter genutzt werden. Touch & Travel soll deaktiviert bleiben, "bis der Fehler gefunden ist", sagte ein Sprecher.

2008 als Feldversuch gestartet, hatte der Dienst im Juli 2011 laut Deutsche Bahn 10.000 Kunden, die ohne Fahrschein fahren und stattdessen ihr Smartphone oder Handy nutzen, um eine Fahrt zu bezahlen und nachzuweisen. Im Juli wurde Touch & Travel auch auf das Betriebssystem Android erweitert. Es kann deutschlandweit im Fernverkehr sowie in Berlin und Potsdam jeweils im Tarifgebiet AB genutzt werden. Die Anmeldung und Abmeldung erfolgt an einem Touchpoint. Nach Fahrtende werden die gefahrene Strecke und der Fahrpreis berechnet. Die Bahn verspricht eine regelmäßige Abrechnung über die gefahrenen Kilometer.

Nachtrag vom 3. November 2011, 15:55 Uhr

Neukunden können sich ab sofort wieder bei Touch & Travel anmelden, gab das Unternehmen bekannt. Der "Datenfehler bei der Registrierung von Neukunden" sei beseitigt. Andere Teile des Systems Touch & Travel seien in keiner Weise betroffen gewesen.

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Bahn-Sprecher Holger Auferkamf sagte: "Während der Registrierung ist ein Fehler in der Portalsoftware aufgetreten. Die DB hat diesen Einzelfall sehr ernst genommen und die Funktion umgehend abgeschaltet. Der Schutz von Kundendaten hat bei der DB oberste Priorität. Nach intensiven Tests ist der Fehler behoben und kann nach Beseitigung der Ursache nicht wieder auftreten."

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