Facebook: Datenschützer wollen echte Sanktionen in Deutschland

Bei einem Treffen mit Facebook und dem Innenminister haben Landesdatenschützer für Deutschland echte Sanktionen gegen Datenschutzverstöße gefordert. Unverbindliche Selbstverpflichtungen seien nicht ausreichend.

Artikel veröffentlicht am ,
Hans-Peter Friedrich im Gespräch mit Richard Allen (Facebook)
Hans-Peter Friedrich im Gespräch mit Richard Allen (Facebook) (Bild: Hans-Joachim M. Rickel/BMI)

Bei einem Treffen mit Facebook-Vertretern und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) haben die Landesdatenschützer wirksame Sanktionsmöglichkeiten gegen das soziale Netzwerk gefordert. Friedrich setzt stattdessen auf unverbindliche Selbstverpflichtungen des US-Konzerns.

Stellenmarkt
  1. Digitalisierungsexperte (Smart Factory) und Lean Manager (m/w/d)
    Knauf Gips KG, Iphofen bei Würzburg
  2. Senior Software Developer (m/w/d)
    unimed Abrechnungsservice für Kliniken und Chefärzte GmbH, deutschlandweit (Home-Office)
Detailsuche

Das Treffen fand am 2. November 2011 statt, dabei waren auch der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix und sein Amtskollege aus Nordrhein-Westfalen, Ulrich Lepper.

Freiwillige Selbstverpflichtungen oder Verhaltensregeln reichten nicht aus, wenn sie lediglich das datenschutzrechtliche Minimum beschrieben, erklärten Dix und Lepper. Verhaltensregeln müssten wirksame Sanktionsmöglichkeiten enthalten.

Nötig seien ein konkretes Verbot der Profilbildung und das Recht auf anonyme oder pseudonyme Nutzung der Netzwerke. Sämtliche Nutzungsdaten müssten auf Wunsch der Nutzer und nach Ende der Mitgliedschaft gelöscht werden. Anders als bislang üblich, müssten die Voreinstellungen bereits einen größtmöglichen Schutz der Privatsphäre erlauben.

Golem Akademie
  1. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
  2. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Netzwerkmitglieder müssten einfache Werkzeuge zur Durchsetzung ihrer Rechte auf Auskunft, Berichtigung und Löschung erhalten; sie sollten ihr Profil auch unkompliziert beim Wechsel zu anderen Netzwerken "umziehen" können. Dix: "Nur freiwillige Selbstverpflichtungen, die diese Voraussetzungen erfüllen und auch umgesetzt werden, könnten den Datenschutz in den sozialen Netzwerken stärken."

Hamburgs Landesdatenschützer Johannes Caspar hat den Verdacht, dass Facebook entgegen seinen Beteuerungen Trackingprofile der Nutzer erstellt. Caspar hat dazu die von Facebook gesetzten datr-Cookies einer Prüfung unterzogen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Keridalspidialose 03. Nov 2011

Aber bei allem was dem Bürger schadet oder gegen seine Grundrechte verstößt gab es noch...

zysch0 03. Nov 2011

unverschämt finde ich, dass man diese Sachen von Smartphones nicht einfach löschen kann...

Charles Marlow 03. Nov 2011

Nur die "Lobbyschützer" wollen das auf gar keinen Fall und die sitzen leider als...

Lokster2k 03. Nov 2011

Wir könnens ja einfach zur Selbstverpflichtung machen, dass sich der Bürger an Gesetze...

SoniX 03. Nov 2011

"Nötig seien ein konkretes Verbot der Profilbildung und das Recht auf anonyme oder...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

  3. Elektroauto: Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um
    Elektroauto
    Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um

    Tesla hat in China damit begonnen, den Ryzen von AMD in das Model Y zu verbauen. Käufer berichten von einem viel flüssigerem Scrolling.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /