Grafikkarten: Foto zeigt neuartige AMD-GPU mit Stacked Memory

Semiaccurate hat ein kleines, unscharfes Bild veröffentlicht, das eine neue AMD-GPU zeigen soll. Dennoch ist die Aufnahme bemerkenswert, denn neben dem Grafikprozessor scheint Speicher zu sitzen.

Artikel veröffentlicht am ,
AMD-Prototyp mit GPU und Stacked Memory
AMD-Prototyp mit GPU und Stacked Memory (Bild: Semiaccurate)

Mit einer ungewöhnlich kurzen Nachricht bei Semiaccurate weist der US-Journalist Charlie Demerjian auf das Bild einer AMD-GPU hin - wohlgemerkt: auf das Bild, nicht auf den Grafikprozessor selbst. Der für gewöhnlich gut unterrichtete Chipexperte betont, dass das eine "künftige, aber nicht allzu bald" erscheinende GPU sein soll. Weitere Details will er ausdrücklich nicht verraten.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftliche Mitarbeiterin (m/w/d) an der Fakultät für Informatik
    Universität der Bundeswehr München, Neubiberg (Home-Office möglich)
  2. Digital Transformation Manager (m/w/d)
    OEDIV KG, Bielefeld
Detailsuche

Dass es sich bei den Bausteinen, die neben dem großen Grafikprozessor in der Mitte sitzen, um "stacked memory" handeln soll, gibt Demerjian aber noch preis. Für eine GPU, die in Notebooks oder Desktop-PCs eingesetzt werden soll, wäre das ein Novum. Die Technik eines kleinen, aber sehr schnellen Speichers in unmittelbarer Nähe der Rechenwerke wird sonst vornehmlich bei den Grafikchips von Spielekonsolen eingesetzt.

Noch nicht für Radeon HD 7000

Bereits im September 2011 gab es Gerüchte über AMD-GPUs, die mit XDR2-Speicher bestückt sein sollen - bisher hat das Unternehmen dazu nicht offiziell Stellung genommen. Zusammen mit den Andeutungen von Semiaccurate erscheint es nun als unwahrscheinlich, dass diese Kombination schon mit der Serie Radeon HD 7000 erscheinen könnte.

Dass in der Beschriftung des Bildes, die nicht von Demerjian stammt, aber von einem "Interposer" die Rede ist, deutet darauf hin, dass es sich tatsächlich um einen recht breiten Bus handelt, wie er für mehrere XDR-Kanäle nötig wäre. Damit könnte AMD eine kleine Menge des schnellen Speichers an die GPU anbinden und den Rest des Grafikspeichers über das bald erwartete PCI-Express 3.0 über den Hauptspeicher des PCs realisieren.

Golem Karrierewelt
  1. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.09.2022, virtuell
  2. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das wiederum würde aber eine neue Aufteilung der Speicherbereiche für den Grafikprozessor erfordern und damit eine stark veränderte GPU-Architektur. Solche Umbrüche hat AMD bisher für seine ersten Grafikchips mit 28 Nanometern Strukturbreite nicht erwähnt. Um eine neue Version der APUs, die 2012 als "Trinity" für Notebooks erscheinen sollen, scheint es sich auch nicht zu handeln, denn: Das Bild ist ausdrücklich mit "GPU Logic" beschriftet, es scheint sich also um einen reinrassigen Grafikprozessor zu handeln.

Wenn AMD diese Konstruktion wirklich so baut und es sich nicht nur um eine Designstudie handelt, dürfte die GPU mit Stacked Memory frühestens im Herbst 2012 auf den Markt kommen. Das wäre der übliche Zeitrahmen für die zweite Generation von GPUs mit einer neuen Strukturbreite, falls die ersten 28-Nanometer-GPUs Anfang des ersten Quartals 2012 erscheinen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


renegade334 01. Nov 2011

Nico Ernst:

dEnigma 01. Nov 2011

Das ist eine wirklich gute Idee, daran hatte ich bis jetzt nicht gedacht, obwohl die...

johnny rainbow 31. Okt 2011

Ja, anstatt dem AMD-Zeug kann man sich auch eine Thermi holen >:-)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
US-Streaming
Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix

Wenn Netflix-Abonnenten das Abo kündigen, wird vor allem der hohe Preis sowie ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis als Grund dafür genannt.

US-Streaming: Abonnenten immer unzufriedener mit Netflix
Artikel
  1. Machine Learning: Die eigene Stimme als TTS-Modell
    Machine Learning
    Die eigene Stimme als TTS-Modell

    Mit Machine Learning kann man ein lokal lauffähiges und hochwertiges TTS-Modell der eigenen Stimme herstellen. Dauert das lange? Ja. Braucht man das? Nein. Ist das absolut nerdig? Definitv!
    Eine Anleitung von Thorsten Müller

  2. Elektro-SUV: Drako Dragon soll Teslas Model X Plaid deutlich übertreffen
    Elektro-SUV
    Drako Dragon soll Teslas Model X Plaid deutlich übertreffen

    Das Elektroauto Drako Dragon soll mit seinen vier Motoren eine Leistung von 1.470 kW entwickeln und 320 km/h Spitze fahren.

  3. Discovery+: Neues Streamingabo in Deutschland verfügbar
    Discovery+
    Neues Streamingabo in Deutschland verfügbar

    Während etwa Netflix oder Disney werbefinanzierte Varianten ihrer Abos planen, startet Discovery+ gleich mit einem solchen Dienst.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI RTX 3080 Ti Ventus 3X 12G OC 1.049€ • Alternate (u. a. Corsair Vengeance LPX 32 GB DDR4-3600 106,89€) • be quiet! Pure Rock 2 26,99€ • SanDisk microSDXC 400 GB 29€ • The Quarry + PS5-Controller 99,99€ • Samsung Galaxy Watch 3 119€ • Top-PC mit Ryzen 7 & RTX 3070 Ti 1.700€ [Werbung]
    •  /