Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft: Kinect soll die Geschäftswelt erobern

Anfang 2012 will Microsoft ein kostenpflichtiges SDK veröffentlichen, mit dem Unternehmen auf Basis der Bewegungssteuerung Kinect eigene Anwendungen für das Geschäftsleben, für Bildungszwecke und medizinische Aufgaben programmieren können.
/ Peter Steinlechner
1 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Kinect (Bild: Microsoft)
Kinect Bild: Microsoft

Bislang dient Kinect vor allem als Eingabegerät für Spiele, künftig soll die Bewegungssteuerung verstärkt auch im Geschäftsleben zum Einsatz kommen. Dazu will Microsoft im Frühjahr 2012 ein Software Development Kit (SDK) veröffentlichen, das sich speziell an Unternehmen richtet, die eigene Anwendungen programmieren möchten; zu welchem Preis das kostenpflichtige SDK verfügbar sein wird, steht noch nicht fest. Microsoft will die Firmen bei der Entwicklung unterstützen, aber selbst keine Software produzieren. Für Hobbyentwickler und Forschungseinrichtungen ist bereits länger ein kostenloses SDK verfügbar.

Kinect als Navigationshilfe für Sehbehinderte - MIX11
Kinect als Navigationshilfe für Sehbehinderte - MIX11 (03:18)

Laut Berichten der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) und von Gamasutra(öffnet im neuen Fenster) hat Microsoft einige fertige Anwendungen präsentiert. So hat ein französischer Medizintechnikhersteller ein System mit Kinect im Einsatz, mit dem Ärzte ein Röntgengerät mit Sprache und Gesten fernsteuern können. Der Autobauer Toyota nutzt das System in Verkaufsräumen. Überhaupt soll sich Kinect gut zur Verkaufsförderung eignen - als weitere Beispiele hat Microsoft den Bestellvorgang in Pizzerias oder Kleidungsgeschäften genannt.

Ein Jahr nach Launch - Microsoft über Kinect
Ein Jahr nach Launch - Microsoft über Kinect (01:16)

Denkbar ist wohl auch, künftig Werbung im Kinect-Dashboard auf der Xbox 360 anzuzeigen, indem etwa der Avatar mit maßgeschneiderten Szeneklamotten dargestellt wird. Allerdings müsse man mit derlei sehr vorsichtig sein, damit die Reklame beim Kunden keine Abwehrreflexe auslöse, erklärte Microsoft.


Relevante Themen