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Festplattenkrise: PCs und Notebooks bleiben bis 2012 teurer

In den nächsten Monaten gibt es wegen Flutschäden in Thailand 35 Millionen Festplatten zu wenig auf dem Markt. Eine Entspannung ist erst Mitte 2012 zu erwarten.
/ Achim Sawall
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Hochwasser in Bangkok am 29. Oktober 2011 (Bild: Paula Bronstein/Getty Images)
Hochwasser in Bangkok am 29. Oktober 2011 Bild: Paula Bronstein/Getty Images

Acer erwartet einen Anstieg der Preise für Notebooks um bis zu zehn Prozent. Grund ist der Produktionsengpass bei Festplatten, der durch die Flutkatastrophe in Thailand hervorgerufen wird. Das erklärte Acer Corporate President Jim Wong der taiwanischen Branchenzeitung Digitimes(öffnet im neuen Fenster) .

Die Preise für Festplatten sind für die Notebookhersteller um 5 bis 20 Prozent gestiegen. Von Mitte Dezember 2011 Februar 2012 solle der Markt für Festplatten um 25 Prozent unterversorgt sein, berichtet die Digitimes unter Berufung auf Auftragshersteller.

Die Festplattenhersteller Western Digital, Seagate Technology, Hitachi Global Storage Technologies und Toshiba und viele ihrer Zulieferer haben ihre Fabriken in Thailand. Alle 3,5-Zoll-Festplatten mit gefragten Größen(öffnet im neuen Fenster) von 1 bis 3 TByte sind derzeit so knapp, dass die Preise bei Versendern und Einzelhändlern steigen .

Das Magazin Channel Partner(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass neben großen Herstellern auch Zulieferer wie Nidec, Produzent von rund drei Viertel aller weltweit verbauten Festplattenmotoren, ihre Produktion um bis zu 60 Prozent drosseln müssen. Laut Berechnungen von Channel Partner werden bis Februar 2012 weltweit rund 35 Millionen Festplatten fehlen. Eine Rückkehr zum ursprünglichen Produktionsniveau sei demnach erst für Mitte des kommenden Jahres zu erwarten.

"Viele der Fabriken werden erst in einem Jahr wieder voll funktionsfähig sein" , sagte Björn Siewert, Geschäftsführer des Komponentendistributors Siewert & Kau zu Channel Partner.

Neben PCs und Servern könnten auch Spielekonsolen, Festplattenrekorder und bestimmte Drucker künftig teurer werden. Ilgonis Inspeters, Leiter des Bereiches Business Unit Komponenten bei Tech Data: "Das Allerwichtigste ist, jetzt Ruhe zu bewahren. Hamsterkäufe und überschnelles Handeln helfen nicht weiter, sondern führen eher zu einer weiteren, künstlichen Allokation."


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