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Vorstandswechsel: IBM beruft erstmals eine Konzernchefin

IBMs Führung wird weiblich. Virginia M. Rometty übernimmt den Chefsessel von Samuel J. Palmisano.
/ Achim Sawall
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Samuel J. Palmisano und Ginni Rometty (Bild: IBM)
Samuel J. Palmisano und Ginni Rometty Bild: IBM

IBM wird Virginia M. Rometty(öffnet im neuen Fenster) (54) zum ersten weiblichen Vorstandschef in der Geschichte des IT-Konzerns machen. Das gab das Unternehmen am 25. Oktober 2011 bekannt. Rometty, derzeit Leiterin des Vorstandsbereiches Sales und Marketing, übernimmt die Führung von Samuel J. Palmisano (60) am 1. Januar 2012.

Palmisano, der den Konzern seit 2002 führt, bleibt Aufsichtsratsvorsitzender. Ihr Geschlecht war laut Palmisano nicht der Grund für die Wahl von Rometty. "Ginni bekam den Job, weil sie es verdient" , sagte Palmisano. Palmisano wird im Juli 60, ein Alter, in dem sich die drei letzten vier IBM-Vorstandschef zurückgezogen haben.

Auch IBM Deutschland hat seit Mai 2011 mit Martina Koederitz eine Topmanagerin . Koederitz trat die Nachfolge von Martin Jetter (51) an, der als neuer Strategiechef in die Konzernzentrale nach Armonk im US-Bundesstaat New York wechselte, wo er sich um die Cloud-Strategie und konkrete Cloud-Angebote kümmern sollte. Koederitz ist die einzige Frau in der Geschäftsführung von IBM Deutschland.

Rometty ist seit 30 Jahren bei IBM. Ihr wird viel Gespür und Verhandlungsgeschick im Umgang mit Kunden nachgesagt. Bei der Integration der IT-Berater Pricewaterhouse Coopers, die IBM für 3,9 Milliarden US-Dollar kaufte, soll sie Palmisano zum ersten Mal positiv aufgefallen sein. Sie kann aber auch unbequem sein. So half Rometty den IT-Beratern, als sie sich erfolgreich gegen Kürzungen bei dem Reisebudget wehrten. Rometty wurde 2005 zum Senior Vice President für die IBM-Beratersparte befördert. In den ersten zwei Jahren gelang es ihr, den Gewinn um 42 Prozent zu steigern.

Nachtrag vom 26. Oktober 2011, 9:53 Uhr

IBM präsentierte zugleich seinen Quartalsbericht. Der Konzerngewinn legte auf 3,84 Milliarden US-Dollar (3,19 US-Dollar pro Aktie) zu. Der Umsatz stieg um 7,8 Prozent auf 26,16 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten mit einem höheren Gewinn von 3,22 US-Dollar pro Aktie und einem Erlös von 26,26 Milliarden US-Dollar gerechnet.


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