Ubuntu 12.04: Precise Pangolin soll stabiler werden

Unter dem Namen Precise Pangolin soll im April 2012 Ubuntu 12.04 LTS erscheinen. Die Neuerungen der letzten beiden Ubuntu-Versionen sollen optimiert, die Linux-Distribution selbst soll auf Stabilität getrimmt werden.

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Das Tannenzapfentier ist das Maskottchen für Ubuntu 12.04.
Das Tannenzapfentier ist das Maskottchen für Ubuntu 12.04. (Bild: Mark Simpson/CC BY-SA 2.0)

In einem Blogeintrag hat Canonical-Gründer Mark Shuttleworth die Entwicklungsziele für Ubuntu 12.04 alias Precise Pangolin (wörtlich übersetzt: akkurates Schuppen- oder Tannenzapfentier) erläutert: Die Linux-Distribution soll vor allem stabil werden. Die Neuerungen, die das System in den letzten beiden Versionen erhalten hat, sollen optimiert werden. Denn Ubuntu 12.04 wird die vierte LTS-Version (Long Term Support) der Ubuntu-Reihe. Demnach wird Precise Pangolin für längere Zeit gepflegt als die Zwischenversionen 11.04 und 11.10. Die Server- und erstmals die Desktopvariante erhalten für fünf Jahre Updates.

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Insbesondere der Unity-Desktop soll in Ubuntu 12.04 "Pixel-perfekt" werden. Die speziell für Ubuntu kreierte Schriftart soll in allen Komponenten entsprechend integriert und angepasst werden. Die Unterstützung für den Betrieb auf zwei Bildschirmen soll ebenfalls verbessert werden. Da Ubuntu auch in großen Firmen zum Einsatz kommen soll, soll der Desktop auch für solche Umgebungen angepasst werden können, etwa mit erweiterten Sicherheitseinstellungen. Zusätzlich sollen Einstellungen schneller auf mehrere Ubuntu-Installationen verteilt werden können.

In der Servervariante will Canonical den Schwerpunkt auf Cloud Computing setzen. Dazu soll künftig die Infrastruktur um Openstack optimiert werden, das in einer neuen Version eingebaut werden soll. Openstack hat das zuvor genutzte Eucalyptus-Framework ersetzt. Es ist im Gegensatz zu Eucalyptus komplett quelloffen und wird unter anderem von AMD, Dell und Intel unterstützt. Die Nasa steuerte die Technik der eigenen Cloud-Plattform Nebula bei.

In Ubuntu 12.04 soll die Software Juju integriert werden, mit der Cloud-Dienste verwaltet und verteilt werden können. Juju setzt dabei auf Strukturen, wie sie in Paketmanagern bereits zum Einsatz kommen, etwa Apt. In sogenannten Charms werden Dienste und Software definiert, die dann in Cloud-Strukturen verteilt werden. Mittlerweile können Charms als Bare-Metal-Installationen in Hadoop-Clusters, aber auch in gängigen Cloud-Infrastrukturen verteilt werden, etwa in denen von Amazon oder eben in Openstack-Umgebungen.

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Precise Pangolin wird laut Shuttleworth die erste LTS-Version, die auch für den Einsatz auf einigen ARM-basierten SoCs (System-on-a-Chip) umgesetzt wird. Langfristig soll Ubuntu auf Servern mit ARM-Prozessoren laufen können.

Auf dem Ubuntu Desktop Summit Ende Oktober 2011 in Orlando, Florida, soll über weitere Details zu Precise Pangolin entschieden werden. Ubuntu 12.04 LTS soll im April 2012 erscheinen.

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