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Medientage: Deutsche Verlage halten Paid Content für unrealistisch

Deutsche Medienverlage überdenken ihre Onlinestrategie: Sie wollen im Internet Zeitungsniveau anbieten, bezahlte Inhalte sollen dabei keine große Rolle mehr spielen.
/ Juliane Gunardono
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Philipp W (Bild: Philipp Welte (r.) diskutiert auf den Medientagen über Onlinestrategien.)
Philipp W Bild: Philipp Welte (r.) diskutiert auf den Medientagen über Onlinestrategien.

Deutsche Medienhäuser verabschieden sich von der Idee, ihre Internetauftritte mit bezahlten Inhalten zu finanzieren. "Ich glaube wenig an Paid-Content-Phantasien. Es ist fast unmöglich, Menschen für die Inhalte im Web zahlen zu lassen", sagte Philipp Welte(öffnet im neuen Fenster), Vorstand bei Hubert Burda Media, bei den Medientagen(öffnet im neuen Fenster) in München. Stattdessen soll auf eine Mischung verschiedener Finanzierungsarten gesetzt werden.

Es werde ein "großes Puzzle, wie wir künftig Medien finanzieren", erläuterte Stefan Plöchinger, Chefredakteur von sueddeutsche.de, das sich überwiegend durch Werbung finanziert und neuerdings Gewinne macht.

Die Verlage fordern außerdem verbindliche Leistungsschutzrechte, um die Qualität ihrer Angebote im Internet zu verbessern. Peter Hogenkamp, Leiter Digitale Medien bei der NZZ, sagte, das Onlineprodukt seines Verlags sei "viel schlechter als die Zeitung". Das müsse sich ändern: "Wir müssen heute versuchen, rund um die Uhr viel mehr News in Zeitungsqualität zu machen."Die Medientage unter dem diesjährigen Motto "Mobile – Local – Social: Dreiklang der vernetzten Gesellschaft" enden am heutigen 21. Oktober 2011.


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