Abo
  • Services:

Galileo

Die ersten Satelliten starten in Kourou

Nach einer Verzögerung am Vortag geht es jetzt los mit dem europäischen Satellitennavigationssystem Galileo: Am 21. Oktober 2011 um 12:30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit haben die beiden ersten Satelliten vom Startplatz in Kourou abgehoben. Sie werden von einer russischen Sojus-Rakete in die Erdumlaufbahn transportiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Start in Kourou: Trägerrakete Sojus mit Galileo-Satelliten an Bord
Start in Kourou: Trägerrakete Sojus mit Galileo-Satelliten an Bord (Bild: Esa/Screenshot: Golem.de)

Am heutigen Freitag sind die ersten beiden Satelliten für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo in die Umlaufbahn geschossen worden. Der Start musste gestern wegen technischer Schwierigkeiten an der Trägerrakete verschoben werden.

Start live im Internet

Inhalt:
  1. Galileo: Die ersten Satelliten starten in Kourou
  2. Fünf Galileo-Dienste

Um 12:30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) hat die Trägerrakete, eine russische Sojus ST-B, vom Raketenstartplatz Kourou im französischen Überseedépartement Französisch-Guayana abgehoben. Die europäische Raumfahrtorganisation, die European Space Agency (Esa), hatte den Start live im Internet übertragen.

Geplant war der Start der Satelliten bereits für Donnerstagmittag (MESZ). Er wurde jedoch etwa drei Stunden vorher abgesagt. Grund war ein Problem mit der Betankungsanlage: Diese hatte das Betanken der dritten Raketenstufe nach einem falschen Signal zu früh abgebrochen. Das Problem ist jedoch nach Angaben von Arianespace behoben. Das französische Unternehmen Arianespace betreibt und vermarktet die europäische Trägerrakete Ariane 5.

Galileo hat Verspätung

Die 24 Stunden sind angesichts des Galileo-Zeitplans zu verschmerzen: Ursprünglich hätten erste Satelliten 2006 in den Orbit transportiert werden sollen. 2008 wäre das Navigationssystem einsatzbereit gewesen. Derzeit kreisen nur die beiden Testsatelliten Giove A und Giove B um die Erde. Wegen diverser Querelen, finanzieller Schwierigkeiten und politischem Druck aus den USA verzögerte sich das Projekt immer weiter. Ein Streit zwischen den Eignern des Satellitenkonsortiums European Satellite Navigation Industries (ESN) hätte Ende 2007 beinahe das Aus für Galileo bedeutet.

  • Die Sojus-Trägerrakete auf dem Startplatz (Foto: S. Corvaja/Esa)
  • Beim Transport zur Startrampe (Foto: S. Corvaja/Esa)
  • Auf der Startrampe, noch ohne Nutzlast (Foto: S. Corvaja/Esa)
  • Der Transportbehälter mit den beiden Satelliten (Foto: S. Corvaja/Esa)
  • Ein Galileo-Satellit wird startklar gemacht. (Foto: S. Corvaja/Esa)
  • So soll der Satellit im Einsatz sein. (Bild: Esa)
Die Sojus-Trägerrakete auf dem Startplatz (Foto: S. Corvaja/Esa)
Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. Autobahndirektion Südbayern, München

Galileo soll aus einer Konstellation von 30 Satelliten bestehen, die in etwa 24.000 Kilometer Höhe um die Erde kreisen. Der Start der nächsten Satelliten ist für das kommende Jahr vorgesehen. 2014 soll das Satellitennavigationssystem einsatzbereit sein. Vorteil von Galileo gegenüber dem US-System Global Positioning System (GPS) sei, dass es ein ziviles System sei. Das bedeute, dass es in Krisenzeiten nicht abgeschaltet werden könne, sagt die Esa. Weiterer Vorteil ist, dass Galileo genauer sein soll als GPS.

Fünf Galileo-Dienste 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 12.10.)
  2. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)
  3. ab 69,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.10.)
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Atalanttore 26. Okt 2011

Hiermit demonstrierst du dein nicht vorhandenes Wissen über die ESA, einer...

Crass Spektakel 25. Okt 2011

Die russischen Raketen starten allerdings von einem südamerikanischen, französischem...

Crass Spektakel 25. Okt 2011

Die USA hat die Auflösungsbeschränkung bei GPS schon vor vielen Jahren abgeschalten. Ob...

Crass Spektakel 25. Okt 2011

Du bist ja ein ganz schlimmer, sicher bist Du auch für verzinsten Geldverleih mit dem...

Falkentavio 21. Okt 2011

Nur dass in unserem Kreislauf ein Leck (Zinseszins, Lehrkäufe, etc) ist, sodass am Ende...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018)

Ein Convertible mit E-Ink-Display - das Yoga Book C930 ist ein Hingucker, aber wie bedient es sich? Wir haben es ausprobiert.

Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018) Video aufrufen
Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

    •  /