Foambot

Der Roboter, der sich selbst baut

Foambot ist ein modularer Roboter, der aus Fertigteilen besteht, die mit Hartschaum verbunden werden. So sollen Roboter entstehen, die spontan für eine bestimmte Aufgabe gebaut werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Kein Schaumschläger: modularer Roboter Foambot
Kein Schaumschläger: modularer Roboter Foambot (Bild: Penn)

Ein gern beschworenes Schreckensszenario ist, dass sich Roboter reproduzieren und sich gegen die Menschen wenden - eine ganze Filmserie handelt davon. Ersteres ist inzwischen eingetreten: US-Wissenschaftler haben einen Roboter entwickelt, der sich selbst baut. Dass er die Menschen ausradiert, scheint eher unwahrscheinlich.

Modularer Roboter aus Schaum

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Foambot heißt der Roboter, den Wissenschaftler der University of Pennsylvania (Penn) in Philadelphia um Shai Revzen entwickelt haben. Wie der Name bereits ausdrückt, besteht er aus einem Polyurethanschaum, der vorgefertigte Komponenten miteinander verbindet.

Die Komponenten, CK-Bots genannt, bestehen aus Gelenken, Aktoren und Mikrocontrollern, an deren beiden Stirnseiten eine Platte sitzt. Jeder dieser CK-Bots kann sich ähnlich wie eine Raupe fortbewegen - das Penn-Team hat sie bereits früher entwickelt als Komponenten sich selbst organisierender Roboter. Die CK-Bots werden in einer Grundform positioniert. Das kann durch die Robotiker geschehen, oder sie werden durch einen weiteren Roboter auf ihren Platz geschoben.

Schaumroboter

Die eigentliche Aufgabe dieser Roboter ist aber eine andere. Auf einem kleinen Wagen sind eine Spritze und ein Behälter mit den Zutaten für den Schaum montiert. Sind alle CK-Bots am richtigen Platz, spritzt der Wagen den Schaum so, dass die CK-Bots zu einem Gebilde verbunden sind. Damit Schaum und Fertigteile besser zusammenhalten, sind an den Platten Bolzen befestigt, die in den Schaum hineinragen, was der Verbindung mehr Stabilität verleihen soll.

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Die Idee ist, auf diese Weise spontan Roboter für eine Aufgabe zu schaffen, die gerade ansteht. "Normalerweise werden Roboter für eine ganz bestimmte Aufgabe entwickelt. Ist diese Aufgabe klar umrissen, kann der Designer dem Roboter die nötige Form geben, um diese Aufgabe gut zu erledigen", erklären die Forscher. Es gebe aber viele Missionen mit unbekannten Herausforderungen, und dafür sei diese herkömmliche Herangehensweise ungeeignet. "In diesen Fällen müssen wir die Roboterhardware für eine Aufgabe bereitstellen, bevor wir überhaupt genau wissen, was diese Roboter tun sollen."

Schlangen- und Vierfuß-Foambot

Der Foambot soll hier helfen: Er wird vor Ort entsprechend der Aufgabe aus vorgefertigten Teilen zusammengebaut. Bisher haben es die Wissenschaftler geschafft, einen Schlangen- und einen vierfüßigen Foambot zu bauen. Der Schaumroboter kann zudem einen Türstopper bauen oder teilweise etwas Giftmüll in Schaum einschließen.

Das ist aber erst der Anfang, schreiben die Forscher um Revzen. Ihr Zukunftsszenario sieht einen Kommandoroboter vor, der mit einer Schaumspritze ausgerüstet und mit einer Auswahl verschiedener CK-Bots beladen wird. Bei einem Einsatz baut dieser Roboter dann weitere Roboter, die dafür geeignet sind.

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__destruct() 28. Okt 2011

Genau darum geht es mir doch. Man sollte das ganze mit Werkzeugen und unterschiedlichen...

Bady89 21. Okt 2011

Und das mit nem Xbox controller Das ist mega Lachhaft das ganze !

Onnlein 21. Okt 2011

Ich muss dringend mehr Schafe zerhacken, irgendwie fehlen mir hier die Vergleichswerte.

GeroflterCopter 21. Okt 2011

Wer fühlt sich noch an die sich-zusammensetzenden Roboter von den Power Rangers erinnert? :D



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