Abo
  • Services:

Unternehmensquellen

Antivirenhersteller soll bei Staatstrojaner geholfen haben

Ein Anbieter von Antivirensoftware soll den Staatstrojaner so angepasst haben, dass der Angriff nicht angezeigt wurde. Das geht aus einem unbestätigten Medienbericht hervor.

Artikel veröffentlicht am ,
Bildschirm eines CCC-Sprechers mit Staatstrojaner
Bildschirm eines CCC-Sprechers mit Staatstrojaner (Bild: Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Ein Antivirenhersteller in Deutschland soll beim Einsatz des Staatstrojaners geholfen haben. Das berichtet das Magazin Computerbild unter Berufung auf Unternehmensquellen. Den Namen des Unternehmens nennt Computerbild nicht.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Pirmasens
  2. Stadtwerke München GmbH, München

"Eine Strafverfolgungsbehörde hat sich an uns gewandt und unsere Mitarbeit angefragt. Ein User wurde anhand eines gezielten Angriffs ausgespäht", zitiert die Redaktion aus einer vertraulichen Nachricht eines "hochrangigen Mitarbeiters" des Antivirenherstellers. Dem Sicherheitsunternehmen sei der Staatstrojaner überlassen worden. Der Anbieter habe die Govware dann so angepasst, dass seine Antivirensoftware den Betroffenen nicht warnte und so die Überwachung ermöglichte.

"Wir haben in diesem Fall kooperiert, aber nur unter der Bedingung, dass diese Malware nur für diesen einzigen Fall eingesetzt wird. Sobald dieser Fall abgeschlossen war, haben wir die Signatur hinzugefügt", erklärte der Informant der Computerbild. Alle Antivirenhersteller in Deutschland hätten auf Nachfrage von Computerbild offiziell verneint, dass es eine Zusammenarbeit mit dem Staatsapparat gebe.

Den Namen des Unternehmens wollte der Computerbild-Redakteur auf Anfrage von Golem.de nicht nennen. "Wir müssen unsere Quelle schützen. Der Informant würde sonst mit Sicherheit seinen Arbeitsplatz verlieren und das wollen wir nicht", sagte er.

Der Chaos Computer Club hatte am 8. Oktober 2011 darüber informiert, dass der Staatstrojaner offenbar illegale Funktionen enthält. So sei die Govware in der Lage, Dateien auf dem befallenen Rechner zu manipulieren, Programme nachzuladen und zu starten. Damit könnten gefälschte Beweismittel auf Rechnern hinterlegt werden, erklärten die Hacker. Der Staatstrojaner könne auch auf Mikrofon, Tastatur und Kamera eines Computersystems zugreifen, um den Betroffenen abzuhören. Mit Screenshots könnten Informationen vor der Verschlüsselung abgefangen werden. Das sollen die extrahierten Binärdateien der Schadsoftware belegen. Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar 2008 gegen den Staatstrojaner für die Onlinedurchsuchung in Nordrhein-Westfalen geurteilt. Danach wurde an einer geänderten Variante der Spionagesoftware gearbeitet, die als "Quellen-TKÜ-Software" jedoch ausschließlich zur Überwachung von VoIP verwendet werden darf.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

Atalanttore 02. Jul 2014

Und jetzt lies dir meine Überschrift nochmal durch: "Welche Antivirenhersteller in...

Georg66 24. Okt 2011

avast glaube ich nicht. gdata geht nicht - die setzen die engines von avast und...

Georg66 24. Okt 2011

avast glaube ich nicht. gdata geht nicht - die setzen die engines von avast und...

knoll0 21. Okt 2011

Ich tippe auf Avira. Ist ja schon so, dass sehr viele Privatuser das installiert haben...

Himuralibima 21. Okt 2011

Eigentlich ist das gar nicht nötig. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, benutzt...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

    •  /