• IT-Karriere:
  • Services:

Open Graph & Timeline

Facebook-App-Entwickler müssen umdenken

Wer heute eine Facebook-App entwickelt, darf die Vergangenheit nicht vergessen - sonst droht ihm mit dem Start der Timeline das Scheitern, warnt Simon Cross von Facebook im Interview mit Golem.de.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebooks F8 machte am 18. Oktober 2011 auch in Berlin halt.
Facebooks F8 machte am 18. Oktober 2011 auch in Berlin halt. (Bild: Christian Klaß/Golem.de)

Timeline, Open Graph und dafür entwickelte Apps - darum dreht sich die Facebook-Entwicklerkonferenz f8, die gerade durch die Welt reist. In Berlin war es am 18. Oktober 2011 so weit, Golem.de nutzte die Chance und sprach mit Facebook-Mitarbeiter Simon Cross auf der ausverkauften Veranstaltung über die Herausforderungen und Vorteile, die die Timeline, zu Deutsch Chronik, Entwicklern bringt. Cross und Kollegen helfen Facebook-Partnern bei der Entwicklung von Facebook-Anwendungen. Schon Monate vor der Ankündigung von Timeline wurden andere Unternehmen eingeweiht, auch um sicherzustellen, dass Facebook den richtigen Weg geht, wie Cross sagte.

Stellenmarkt
  1. Stadtverwaltung Eisenach, Eisenach
  2. über duerenhoff GmbH, Garching

Mit der Facebook-Timeline ändert sich vieles, das soziale Netzwerk soll mit der Chronik die Nutzer und ihr Leben besser abbilden. Und Anwendungen innerhalb von Facebook sollen dabei ebenfalls eine Rolle spielen, so dass auch Wochen, Monate oder Jahre später noch gesehen werden kann, welche Musik, Filme, Bücher, Kochrezepte oder Jogging-Laufzeiten beispielsweise zu einem bestimmten Zeitpunkt aktuell waren. Vorausgesetzt, der Nutzer versteckt diese Angaben nicht, was er zu jeder Zeit machen kann.

Fehler vermeiden

Cross sagte: "Der größte Fehler, den ein Entwickler heute machen kann, ist die Vergangenheit zu vergessen. Aktuelle Facebook-Anwendungen schreiben etwas auf deine Pinnwand und das verschwindet in Stunden oder Tagen aus deinem Newsfeed, nach einigen Tagen verschwindet es aus deinem Profil und es ist weg". Facebook-Anwendungen könnten auch weiter auf diese Art entwickelt werden, selbst mit Open Graph. Um in der Timeline aber eine Rolle zu spielen, rät Cross Entwicklern, darüber nachzudenken, wie sie die Daten aus der Vergangenheit rendern, damit sie beim Durchstöbern eines Profils wiederentdeckt werden können.

Am Beispiel eines in Deutschland noch nicht offiziell angebotenen Musikstreamingdienstes erklärt Cross: "Das Großartige an der Spotify-Integration ist nicht, was ich gerade höre - das ist zwar cool -, aber es wird erst wirklich stark, wenn man zurückgehen und sehen kann, was ich bisher gehört habe. Und um das zu tun, müssen Timeline-Aggregations gebaut werden."

Welche Daten und warum

Um die Vergangenheit berücksichtigen zu können, sei es aber auch sehr wichtig, den Nutzern klarzumachen, warum welche Daten benötigt und wofür sie benutzt würden. Mit Timeline erhalten die Nutzer deshalb vor der Installation einer Facebook-Anwendung eine genaue Übersicht darüber. Entwickler sind laut Cross dazu verpflichtet, hier ordnungsgemäße Angaben zu machen. Das schlimmste Vergehen, der Kardinalfehler, wie Cross es nennt, sei es, wenn ein Unternehmen die gesammelten Daten an Dritte weitergebe.

  • Facebook-Mitarbeiter Simon Cross auf der F8 in Berlin (Bild: Nils Krüger)
Facebook-Mitarbeiter Simon Cross auf der F8 in Berlin (Bild: Nils Krüger)

Eine vorherige genaue Überprüfung von Apps wird es Cross zufolge auch in Zukunft nicht geben. Facebook verfolge weiterhin die Methode, bei Vergehen einzugreifen, anstatt von vornherein zu überprüfen und damit womöglich Innovationen zu behindern. Dennoch gebe es gute Mittel, mit dem eigenen Team und mit Hilfe der Nutzer herauszufinden, ob eine Anwendung schadhaft ist. Wenn eine Anwendung beispielsweise Dinge publiziert, die andere als unangenehm oder als Spam empfinden, ist das für Facebook eines der Zeichen, dass die Verbreitung einer Anwendung eingeschränkt und der Entwickler kontaktiert werden müsse, so Cross.

Timeline als Chance

Die Timeline und Open Graph sollen die Betaphase bald verlassen und in wenigen Wochen deutlich mehr Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Die APIs sollen sich bis dahin nicht mehr verändern. Auf Facebook komme auch nach dem offiziellen Start von Timeline noch viel Arbeit zu, so Cross, denn es müsse beobachtet werden, wie die Nutzer mit der Chronik umgehen, was funktioniert und was nicht, und was verfeinert werden muss. "Wir konzentrieren uns darauf, [Timeline] zu einem Erfolg zu machen".

Cross' Nachricht an Entwickler: "Wenn ihr auf Facebook entwickelt habt und aufgehört habt, gebt ihm eine neue Chance. Die heutige Plattform ist ganz anders und besser als die Plattform noch vor 6, 12 oder 18 Monaten. Und wenn ihr bereits auf Facebook entwickelt, dann ist die wichtigste Nachricht: Macht nicht so weiter wie bisher! Schaut euch alles nochmal an und versucht Anwendungen zu bauen, die zur Identität des Nutzers beitragen und mit denen Nutzer sich über eine lange Zeitspanne beschäftigen. Überdenkt, welche neuen Typen von Dingen ihr entwickeln könnt, die zuvor nicht möglich waren."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 17,99€
  2. 23,49€
  3. (-55%) 4,50€
  4. 4,99€

elgooG 23. Okt 2011

Hmmm...meinst du jetzt mich oder lostname? Du schreibst "@lostname" hast aber mir...

enion 20. Okt 2011

"Der größte Fehler, den ein Entwickler heute machen kann, ist die Vergangenheit zu...

Rapmaster 3000 20. Okt 2011

Bei GUI-Änderungen wird IMMER gemeckert. Daher sollte man von solchen Umfragen also...

QQ 19. Okt 2011

War das jetzt ironisch gemeint? Sonst bleibt nur der Hinweis auf Bock, Gärtner, usw.

The Howler 19. Okt 2011

Will is cooking Rachel is cooking Collete is cooking Das wichtigste fehlt: (Do you smell...


Folgen Sie uns
       


Brett Butterfield von Adobe zeigt KI-Bildersuche per Sprache (englisch)

Der Befehl: "Mehr Kaffee!" zeigt tatsächlich mehr Kaffee.

Brett Butterfield von Adobe zeigt KI-Bildersuche per Sprache (englisch) Video aufrufen
Akkutechnik: In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus
Akkutechnik
In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus

In unserer Artikelserie zu Akku-FAQs geht es diesmal um bessere Akkus, um mehr Akkus und um Akkus ohne seltene Rohstoffe. Den Wunderakku, der alles kann, den gibt es leider nicht. Mit Energiespeichern ohne Akku beschäftigen wir uns später in Teil 2 dieses Artikels.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos BASF baut Kathodenfabrik in Brandenburg
  2. Joint Venture Panasonic und Toyota bauen prismatische Zellen für E-Autos
  3. Elektromobilität EU-Kommission genehmigt europäisches Batterieprojekt

Dauerbrenner: Bis dass der Tod uns ausloggt
Dauerbrenner
Bis dass der Tod uns ausloggt

Jedes Jahr erscheinen mehr Spiele als im Vorjahr. Trotzdem bleiben viele Gamer über Jahrzehnte hinweg technisch veralteten Onlinerollenspielen wie Tibia treu. Woher kommt die anhaltende Liebe für eine virtuelle Welt?
Von Daniel Ziegener

  1. Unchained Archeage bekommt Parallelwelt ohne Pay-to-Win
  2. Portal Knights Computerspielpreis-Gewinner bekommt MMO-Ableger

Grünheide: Umweltbewegung agiert bei Tesla-Fabrik unglücklich
Grünheide
Umweltbewegung agiert bei Tesla-Fabrik unglücklich

Es gibt gute Gründe, die Elektromobilität nicht nur unkritisch zu bejubeln. Einige Umweltverbände und Klimaaktivisten machen im Fall der Tesla-Fabrik in Grünheide dabei aber keine besonders gute Figur.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Gigafactory Berlin Der "Tesla-Wald" ist fast gefällt
  2. Grünheide Tesla darf Wald weiter roden
  3. Gigafactory Grüne kritisieren Grüne Liga wegen Baumfällstopp für Tesla

    •  /