Tagesausbildung

Britische Internetsperrliste wird von Hilfskräften gepflegt

Die britische Internetsperrliste wird von McAfee mit Crawlern erstellt. Wenn diese versagen, kommt ein Team von studentischen Hilfskräften zum Einsatz, das relativ willkürlich entscheidet, was blockiert wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Porno oder Erotik?
Porno oder Erotik? (Bild: Sergei Supinsky/AFP/Getty Images)

Die Internetsperrliste, die McAfee für die britische Regierung einrichtet, wird von fünf bis zehn Studenten zusammengestellt, die für die Aufgabe nur eine kurze Einführung bekommen. Das hat Toralv Dirro, Security Strategist bei den McAfee Avert Labs, dem britischen Computermagazin PC Pro erklärt.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler / Inhouse Consultant (m/w/d)
    Peters Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Moers
  2. Software Application Engineers (m/w/d)
    Abacus Business Solutions GmbH, Waiblingen
Detailsuche

Die Internet Provider in Großbritannien haben sich verpflichtet, Internetsperren für Neukunden einzurichten, die wahlweise einen Internetzugang mit oder ohne Kinderschutzfilter bekommen. Auch Bestandskunden können die Filterung auf Wunsch erhalten. Die Provider, die das Abkommen mit Regierungschef David Cameron unterzeichnet haben, sind BT, Sky, Talktalk und Virgin. Von den Firmen werden 17,6 Millionen der 19,2 Millionen Breitbandnutzer des Landes versorgt.

BT und Sky nutzen die Sperrliste von McAfee, die Pornografie, Glücksspiel und 30 weitere geheime Kategorien enthält. Die Liste ist ein Geschäftsgeheimnis von McAfee und wird nicht öffentlich gemacht. Das Verzeichnis wird automatisch erstellt, indem auf den Websites nach Keywords gesucht wird. "Wir haben Crawler, die versuchen, Seiten automatisch zu klassifizieren" , sagte Dirro. "Wenn es irgendwelche Zweifel gibt, haben wir ein Team, das, wenn es nötig ist, einen Blick auf die Website wirft und prüft, ob die Klassifizierung richtig ist."

Boulevardblätter mit Nacktfotos seien schwer zu kategorisieren. Die Sun habe spezielle Markierungen im Code ihrer Website eingebaut, damit sie nicht als erotisch eingestuft werde. Besonders bei der Unterscheidung der Kategorie Pornografie und Erotik versagten die Crawler oft, erklärte Dirro. Zudem sei die Bewertung von extrem rechten und extrem linken Websites, die aber auch Nachrichten anbieten, nicht einfach.

Zehn studentische Jobber mit Kurzausbildung

Das Team besteht aus fünf bis zehn Menschen. "Ich glaube, das ist bei Studenten ein beliebter Job. Sie bekommen eine einfache Einführung, wo ihnen Websites und Einstufungen gezeigt werden, damit sie eine Vorstellung kriegen. Sie könnten wahrscheinlich schon nach einem Tag anfangen, Webseiten nach verschiedenen Kategorien einzustufen", sagte Dirro. "Das ist wirklich nicht so schwer."

Eine Person gebe immer die Bewertung ab, und ein anderer kontrolliere die Einschätzung. Eine Mitteilung an die blockierten Websites werde nicht gemacht. Wenn ein Websitebetreiber gegen eine Einstufung protestiere, würde diese überprüft. Doch wenn McAfee bei seiner Einschätzung bleibe, habe der Betreiber keine weiteren Optionen. "Von einer Klage habe ich noch nie gehört", sagte Dirro.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Der Kaiser! 20. Okt 2011

Was wäre wenn ein paar Hilfskräfte von Anonymous wären..

noblomov 19. Okt 2011

... Deiner Meinung nach mag vieles Zensur sein. Es ging ja auch lediglich um den...

cust45 19. Okt 2011

Ich habe als Student den Job für Webwasher gemacht. Nach vielerlei Hin und Her gehört...

amp amp nico 19. Okt 2011

Natürlich als eine von 30 geheimen Kategorien :D

JRhahne 18. Okt 2011

Eine Firma darf alles Sperren was ihnen nicht passt,...ähh Verzeihung natürlich nur alles...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektromobilität
BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden

Reichweite ist für BMW wichtig, aber nicht am wichtigsten. Eine Rekordjagd nach immer mehr Kilometern sehen die Entwickler nicht vor.

Elektromobilität: BMW gibt sich mit 600 Kilometern Reichweite zufrieden
Artikel
  1. Telekom: Vodafone will unseren Glasfaserausbau bremsen
    Telekom
    Vodafone will "unseren Glasfaserausbau bremsen"

    Vodafone habe den eigenen Glasfaserausbau kürzlich für beendet erklärt und nehme den Spaten nicht in die Hand, erklärte die Telekom.

  2. Chorus angespielt: Automatischer Arschtritt im All
    Chorus angespielt
    Automatischer Arschtritt im All

    Knopfdruck, Teleport hinter Feind, Abschuss: Das Weltraumspiel Chorus will mit Story, Grafik und Ideen punkten. Golem.de hat es angespielt.
    Von Peter Steinlechner

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /