Stimulierung: EU will 9,2 Milliarden Euro für Breitband ausgeben
Die Europäische Kommission will rund 9,2 Milliarden Euro für den Ausbau des Breitbandinternets und für neue Dienste ausgeben. Das berichtet BBC(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte EU-Kreise. Mit dem Plan sollen die Investitionen in den Breitbandausbau stimuliert werden. Das Geld soll aus dem neuen Fonds Connecting Europe Facility (CEF) kommen. 7 Milliarden Euro will die EU-Kommission direkt für den Netzausbau ausgeben.
Der Plan, der die Ausgaben von 2014 bis 2020 vorsieht, soll am 19. Oktober 2011 vorgestellt werden. Das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat müssen noch zustimmen. "Europa braucht diese schnellen Breitbandnetze, damit die Wirtschaft in Zukunft wettbewerbsfähiger wird, um mehr Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen", so die EU-Quellen der BBC. Jeder Euro, der von der EU investiert wird, würde 15 Euro Investitionen von lokalen und nationalen Regierungen nach sich ziehen. Auch Wasser-, Abwasser- und Stromversorgungsunternehmen sollen sich am Breitbandausbau beteiligen. Auch den Breitbandausbau auf dem Lande will die EU-Kommission damit fördern. E-Governmentdienste sollen in der gesamten Europäischen Union in gleich hoher Qualität verfügbar gemacht werden.
Laut Planungen vom März 2010 sollen bis 2013 alle EU-Bürger einen Breitbandzugang haben; bis 2020 mit einer Datenübertragungsrate von 30 MBit/s. Die Hälfte aller Haushalte soll 2020 mit mehr als 100 MBit/s surfen können. Allein eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur in Deutschland kostet Experten zufolge zwischen 30 und 50 Milliarden Euro. Für all die Vorhaben sei ein stabiler Rechtsrahmen nötig, der Investitionsanreize schafft. Darauf wolle die EU-Kommission hinwirken.
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