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Kulturelle Differenzen

Olympus entlässt britischen Unternehmenschef

Michael Woodford war einer der wenigen Ausländer an der Spitze eines japanischen Unternehmens. Der Kamerahersteller Olympus hat den Briten wegen Differenzen im Führungsstil entlassen. Die Aktie des Unternehmens brach daraufhin ein.

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Entlassener Olympus-Chef Michael Woodford: von der Unternehmensspitze entfernt
Entlassener Olympus-Chef Michael Woodford: von der Unternehmensspitze entfernt (Bild: Yuriko Nakao/Reuters)

Nach nur einem halben Jahr hat der Kamerahersteller Olympus seinen Chef wieder gefeuert. Der Brite Michael Woodford war der erste Ausländer an der Spitze des japanischen Unternehmens. Neuer Olympus-Chef wird Vorstandsmitglied Tsuyoshi Kikukawa.

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Woodford habe sich, was die Ausrichtung und Methode des Managements angehe, stark vom Rest der Unternehmensleitung entfernt, heißt es in einer Stellungnahme von Olympus. Dadurch sei es zu Schwierigkeiten bei der Führung des Unternehmens gekommen. In einer Pressekonferenz begründete Kikukawa den Rauswurf mit kulturellen Differenzen.

Strikter Sparkurs

Woodford wiederum erklärte in einem Interview mit der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times, er sei entlassen worden, weil er Aufklärung über Geschäfte des Unternehmens in den Jahren 2006 bis 2008 verlangt hatte. Seiner Ansicht nach hatte Olympus bei Käufen zu viel Geld gezahlt. Das lasse am finanziellen Urteilsvermögen der Konzernspitze zweifeln, sagte er. Woodford hatte dem Unternehmen einen strikten Sparkurs verordnet.

Woodford arbeitete seit gut 30 Jahren für Olympus. Im Februar 2011 war er als neuer Chef des Unternehmens benannt worden. Im April hatte er das Amt übernommen. Woodford war einer der ganz wenigen Manager aus dem Westen, die ein japanisches Unternehmen geleitet haben. Seine Verpflichtung war als Zeichen gewertet worden, dass sich die japanische Wirtschaft öffne.

Entsprechend löste Woodfords Rauswurf Enttäuschung aus, die sich auch auf den Aktienkurs auswirkte: Nach Bekanntwerden der Entlassung verlor die Olympus-Aktie am Freitag 18 Prozent, am Montag noch einmal 20 Prozent, berichtet das Wall Street Journal.



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