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Das iPhone 4 und 4S lassen sich an ihrem Äußeren kaum unterscheiden.
Das iPhone 4 und 4S lassen sich an ihrem Äußeren kaum unterscheiden. (Bild: Christian Schmidt-David/Golem.de)

Robustes Antennendesign und internationale Nutzung

Während unseres Tests stellten wir schnell fest, dass das iPhone 4S wenig oder kaum Signalqualität einbüßt, wenn der Nutzer es in die Hand nimmt. Wer ganz genau hinschaut, stellt fest, dass Apple die Antennen neu angeordnet hat. Es sind jetzt vier statt drei voneinander getrennte Antennensegmente. Beim iPhone 4 mit drei sichtbaren Antennen reduziert sich die Empfangsqualität oft um 10 oder mehr Dezibel, wenn mit der Hand auf der linken Seite zwei Antennen miteinander verbunden werden, wie es beim Telefonieren häufig der Fall ist. Eine Veränderung von 3 Dezibel entsprecht dabei einer Verdoppelung oder Halbierung.

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Das iPhone zeigt die Signalqualität normalerweise mit Balken an. Wie bei allen Mobiltelefonen ist diese Anzeige aber ziemlich nutzlos. Denn der Hersteller schummelt hier nach Belieben und die Ergebnisse sind nicht vergleichbar. Beim iPhone wurde das Balkenverhalten sogar einmal verändert. Tests mit der Balkenanzeige sind also nicht aussagekräftig.

Das iPhone betreiben wir daher im sogenannten Field Test Mode. Dieser wird mit einem Anruf aktiviert (Nummer: *3001#12345#*) und kann auch dauerhaft aktiviert werden (Ausschalter gedrückt halten und warten. Bei Abfrage, ob das Telefon abgeschaltet werden soll, loslassen und den Homebutton lange gedrückt halten). In der oberen linken Ecke findet sich dann fast immer eine Dezibelanzeige.

Wir haben im Büro in der Regel mit dem iPhone Werte im mittleren -70er Bereich. Bei fester Umklammerung sinken die Werte in den mittleren -90er Bereich beim iPhone 4. Zwischen 10 und 20 Dezibel Verlust sind also möglich. In schlechten Netzen sorgt dieser Umstand oft für einen Verbindungsabbruch. Das iPhone 4S bleibt da vergleichsweise stabil. Verluste um die 6 dB konnten wir beobachten. Manchmal gab es bei einer festen Umklammerung auch gar keine Verluste. Erst wenn wir an allen vier Trennstellen die Antennen verbanden, war ein Verlust von mehr als 10 Dezibel zu beobachten.

Zur Einordnung der Werte: Das iPhone 4 und 4S können bis zu angezeigten -121 dB noch Verbindungen halten. Eine Anzeige im -50er Bereich ist gleichbedeutend mit einem sehr guten Empfang. Vieles in der Umgebung hat Auswirkungen auf die Empfangsleistung eines Mobiltelefons, unabhängig vom Hersteller. Dazu gehören etwa Mauerwerk und Stahlkonstruktionen, aber beispielsweise auch der Kopf des Nutzers, wenn sich Mobiltelefon und Basisstation auf den gegenüberliegenden Seiten des Kopfes befinden.

Ein Weltphone?

Das iPhone 4S ist theoretisch eines der wenigen Smartphones, die nahezu weltweit eingesetzt werden können. Neben der Möglichkeit, sich in die in Europa üblichen GSM-Netze einzubuchen, kann das neue iPhone auch CDMA-Netze benutzen, die zum Beispiel in Nordamerika oder Japan verfügbar sind. Da wir kein CDMA-Netz in der Nähe haben und das uns einzige bekannte deutsche CDMA-Netz in Köln die falsche Frequenz nutzt (Netcologne, 450 MHz), konnten wir die Funktion nicht testen. Überraschenderweise zeigt unser iPhone 4S den MEID nicht an.

Der Mobile Equipment Identifier ist eine eindeutige Nummer zur Identifizierung von Geräten in CDMA-Netzwerken und das Gegenstück zur IMEI (International Mobile Equipment Identity) in GSM-Netzwerken. In CDMA-Netzen gibt es in der Regel keine SIM-Karten, so dass die MEID die einzige Möglichkeit für einen Netzbetreiber ist, einen Nutzer zu identifizieren, um etwa Telefonieangebote freizuschalten. Wir könnten also nicht in einen Laden des US-Netzbetreibers Verizon gehen und den Mitarbeitern dort sagen, dass wir mit dem iPhone 4S und dessen MEID gerne deren Netz nutzen würden.

Dennoch vermarktet Apple das Smartphone als "World Phone" und erwähnt die genannte Problematik nur in einer Fußnote. Die Deutsche Telekom und Apple haben sich bislang nicht dazu geäußert. Auch der Kundendienst der Deutschen Telekom gibt keine Auskunft darüber.

In GSM-Netzwerken zeigt sich das iPhone 4S wie der Vorgänger recht flexibel. Es ist ein GSM-/Edge-Quadband-Gerät und auch 3G-Netzwerke werden auf vier Frequenzen unterstützt (850, 900, 1.900 und 2.100 MHz). Auffallend, aber für Europa irrelevant, ist das Fehlen des AWS-Bandes (1.700 MHz), das unter anderem T-Mobile USA benutzt. Beim WLAN bleibt Apple bei einer Single-Band-Lösung (802.11b/g/n). Damit sind das iPhone und der iPod touch immer noch die einzigen mobilen Apple-Geräte, die WLAN nicht mit 5 GHz unterstützen. Konkurrent Samsung macht das beim Galaxy S2 besser.

 iPhone 4S im Test: Sprechende Spielkonsole auf SpeedDie Kamera 

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Emmalotta 31. Okt 2011

Naja, das erfolgreiche Verkaufen an Profis mit Durchblick ist das Eine - aber wie Apple...

AndyGER 29. Okt 2011

Das hat mit Glaube nichts zu tun ... >;-D

Lokster2k 29. Okt 2011

Was ich echt verblüffend finde, ist die Geschicktheit Apples, an das Alltagsverhalten...

Trollversteher 27. Okt 2011

Gibt es nicht. Die bei Android verwendete Spracherkennung gibt es auch bei iOS schon...

Endwickler 20. Okt 2011

Mit AirPlay kann ich mir eine Steuerungssoftware für Civilization auf so einem Screen...




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