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Eine Programmiersprache trauert um ihren Gründer Dennis Ritchie.
Eine Programmiersprache trauert um ihren Gründer Dennis Ritchie. (Bild: Muppetlabs)

Goodbye World

Unix-Pionier Dennis MacAlistair Ritchie ist tot

Eine Programmiersprache trauert um ihren Gründer Dennis Ritchie.
Eine Programmiersprache trauert um ihren Gründer Dennis Ritchie. (Bild: Muppetlabs)

Er gilt als einer der Erfinder von Unix und entwickelte die Programmiersprache C. Nun ist Dennis MacAlistair Ritchie gestorben. Ihm zu Ehren melden sich heute fast alle Programmiersprachen mit "Hello world".

Dennis MacAlistair Ritchie ist im Alter von 70 Jahren nach langer Krankheit in seinem Heimatort Murray Hill im US-Bundesstaat New Jersey gestorben. Zusammen mit Ken Thompson entwickelte er das erste Unix-Betriebssystem und reichte später mit seinem Kollegen Brian Kernighan die Programmiersprache C nach. Das von den beiden geschriebene Buch The C Programming Language gilt bis heute als Standardwerk.

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Über seine Programmiersprache sagte Ritchie später, sie sei verschwurbelt, fehlerhaft und ein großer Erfolg. Tatsächlich gilt C als eine der ersten Hochsprachen der IT-Welt und ist nach wie vor weit verbreitet. Moderne Programmiersprachen nutzen heute noch die damals für C entwickelte Syntax. Ohne C wären Sprachen wie Java heute undenkbar. Selbst ganze Betriebssysteme werden in C geschrieben.

Ritchie konzipierte allerdings auch Fundamentales: Der Datenaustausch zwischen zwei Anwendungen über einen Datenstrom (Piping) beispielsweise stammt von ihm; oder das Konzept, Zeichenketten mit Nullzeichen zu terminieren.

Sein Standardwerk The C Programming Language verfasste er zusammen mit Brian Wilson Kernighan, als Ritchie bei AT&T Bell Labs die Sprache entwickelte. Es erschien erstmals 1978 und gilt heute noch als Vorbild für technische Werke. Auf weniger als 300 Seiten wird die Sprache anhand von Beispielen erklärt, eben auch mit "Hello world", mit dem auch heute noch die Einführung in viele Programmiersprachen beginnt. Selbst die Formatierung von Quellcode, die in K&R - so wird das Buch heute auch genannt, nach den Initialen der Verfasser - vorgestellt wurde, gilt weiterhin als Standard und wird beispielsweise von den Linux-Kernel-Hackern verwendet.

Ohne Ritchie würde es vermutlich auch kein Linux geben. Er gilt als Erfinder von Unix, das er mit seinem Kollegen Ken Thompson entwickelte. Beide hatten sich zuvor mit dem Betriebssystem Multics (Multiplexed Information and Computing Service) beschäftigt. Sie wollten aber etwas Einfacheres und programmierten Unix zunächst in Assembler. Später wurde Unix von Grund auf in C programmiert, auch um das System leichter auf andere Hardware portieren zu können.

Für seine Arbeit erhielt Ritchie, der bis zu seinem Ruhestand 2007 bei Bell Labs angestellt war, mehrere Preise, darunter den Turing Award 1983 und den Japan Preis 2011. 1999 erhielt er vom damaligen Präsidenten Bill Clinton die National Medal of Technology.

Über Unix sagte Ritchie: "Unix ist einfach und schlüssig. Allerdings kann nur ein Genie - oder zumindest ein Programmierer - seine Einfachheit verstehen und schätzen."


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misterunknown 10. Nov 2011

Full ack.

samy 17. Okt 2011

noch eine Biographie in 10 Teilen zu seinem Tode als Golem-News... 1) Warum er keinen...

dreamtide11 14. Okt 2011

+1 Sehr schönes Posting :). Ich teile deine Ansicht, als Informatiker sind das alles...

Endwickler 14. Okt 2011

Ja, echt mal, wo bleibt die Petition, dass man auch sofort davon erfährt, wenn solche...

Anonymer Nutzer 14. Okt 2011

Das ist leider in Zeiten von scrited reality nicht weiter verwunderlich. Aber genau...



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