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Virenscanner hätten ihn finden können

Doch war eine Decodierung im Fall des Landestrojaners nicht einmal nötig, da bei diesem nur eine Seite der Kommunikation überhaupt codiert war. Die Kommandos an den Trojaner waren unverschlüsselt. Daher war es für den Chaos Computer Club (CCC) ein Leichtes, das Schadprogramm zu übernehmen und zu steuern.

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Apropos Verschlüsselung: Es wäre schlau gewesen, auch die DLL zu codieren. Nur weil dieser wichtige Programmteil des Schadprogramms offen lesbar auf der Festplatte lag, konnte der CCC überhaupt analysieren, was die Spähsoftware treibt.

Gleich mehrere solcher gravierender Fehler finden sich in dem Schadcode. Hätten Nutzer sich also gegen die Übernahme durch den Trojaner schützen können? Gut möglich.

So hätten Virenscanner das Programm möglicherweise aufgespürt. Der CCC machte dazu zwei Aussagen: Erstens sagte CCC-Sprecher Frank Rieger, die Signatur der Software werde von Virenscannern nicht erkannt, das habe man geprüft. Das bedeutet, das Programm an sich wäre von einem Scanner nicht entdeckt worden, nur weil es auf einem Computer installiert ist.

Gleichzeitig schrieb der Club aber in seiner Analyse, es sei grundsätzlich möglich, "die Kommunikation des Trojaners automatisiert zu erkennen" und auch zu filtern. Das bestätigten inzwischen auch verschiedene Virenscanner-Hersteller Spiegel Online. Die Seite zitiert die Experten mit der Aussage, die Kommunikationsmuster des Trojaners mit der Außenwelt wären Virenscannern aufgefallen und hatten zu einem Alarm geführt.

Nach der Veröffentlichung durch den Club übrigens haben viele Hersteller ihre Signaturbibliotheken aktualisiert. Inzwischen wird damit dieser Trojaner von Scannern auch dann erkannt, wenn er nicht nach draußen funkt.

Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, sich zu schützen. So hilft erstens, was auch generell gegen Schadsoftware hilft: den eigenen Computer nicht mit Administratorrechten zu nutzen. Dann kann das Programm, das sich einschleicht, ebenfalls nicht auf alles zugreifen, was es findet. Beim Trojaner eingebaute Funktionen wie die Steuerung eines Mikrofons beispielsweise wären so blockiert.

Zweitens wurde die Schadsoftware bei einer vorgetäuschten Zollkontrolle am Flughafen aufgespielt. Ein Rechner, der beim Starten ein Passwort fordert, ließe sich nicht schnell genug knacken, um in wenigen Minuten ein Programm darauf installieren zu können.

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 Quellen-TKÜ: Schlampige Software voller AnfängerfehlerBehörden fehlen qualifizierte Entwickler 
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dehacker 17. Okt 2011

Ist das ein Hin und Her-geplänkel. Was Ihr alle nicht kapiert, ist das der Trojaner nur...

Anonymer Nutzer 14. Okt 2011

... dann wird es ganz finster bezüglich der Freiheit dieser Gesellschaft. Wo soll das...

7hyrael 14. Okt 2011

ne riesensauerei wird es tatsächlich bleiben. und genauso konsequenzlos für vermutlich...

Shadow27374 13. Okt 2011

Mag sein, dass die meisten nur nachplappern. Aber eine Aussage des CCC ist in meinen...

DeepSec 13. Okt 2011

Ich halte es für ein völlig zulässig Aussage, denn der Durchschnittsstudent im 2...


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