• IT-Karriere:
  • Services:

Neue Architektur mit Modulen statt Kernen

Die Architektur eines Bulldozer ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich. AMD teilt die Funktionseinheiten des Prozessors nicht mehr strikt nach Kernen auf, sondern auf ganz andere Weise. Im Zentrum jeder x86-CPU stehen die Rechenwerke für Integer-Befehle, die einzigen Instruktionen, welche die ersten Intel-CPUs verarbeiten konnten. Je zwei dieser Integer-Einheiten fasst AMD zu einem sogenannten "Modul" zusammen. Gegenüber dem Betriebssystem melden sich die Integer-Einheiten wie ein herkömmlicher Kern - die größten Bulldozer verhalten sich also wie eine Achtkern-CPU, die es bisher für Desktop-PCs nicht gab.

Stellenmarkt
  1. Bundeskartellamt, Bonn
  2. AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse, Düsseldorf

Gemessen an anderen Prozessoren sind die Bulldozer aber keine Octo-Cores. Pro Modul gibt es nur einen Scheduler für Gleitkommaberechnungen, der die Arbeit auf zwei entsprechende Einheiten verteilt - sie bilden gemeinsam die FPU. Diese kann zwar 128 Bit breite Befehle und Daten verarbeiten, ist jedoch in zwei 128-Bit-Teilen ausgeführt. Daher gibt es pro Modul effektiv nur eine 256-Bit-Einheit.

  • Anno 1404
  • Bad Company 2
  • Cinebench R10, xCPU
  • Super Pi Mod 1.5 XS
  • Starcraft 2
  • Leistungsaufnahme Gesamtsystem
  • 3DMark-Vantage-CPU
  • AMDs Testmuster
  • Der neue FX passt in den Sockel AM3+.
  • Blockdiagramm aller Funktionseinheiten
  • Alle FX-CPUs, nur vier gibt es zum Marktstart
  • Große Verzweigungspuffer
  • Die Dual-Core-Module sitzen in den Ecken.
  • Insgesamt je 8 MByte L2- und L3-Cache
  • Zwei Integer-Cores pro Module, die sich vieles teilen müssen
  • Diese FX-CPUs will AMD ab sofort anbieten.
  • Technologievergleich á la AMD
  • Turbo-Core 2.0 greift auch bei Volllast.
  • Die Plattform Scorpius
  • Billiger als Intel, aber auch viel langsamer
  • Der Scheduler von Windows 8 soll mehr Leistung bringen.
  •  
  • Das shared frontend
  •  
Zwei Integer-Cores pro Module, die sich vieles teilen müssen

Zudem existiert für Integer-, FPU- und SSE-Einheiten pro Modul nur ein gemeinsamer Funktionsblock für das Laden und Decodieren von Befehlen (Fetch/Decode). Dieser wird von einem zweistufigen Verzweigungspuffer (BTB) unterstützt, der noch vor dem Befehlscache sitzt. Erst danach kommen vier Befehlsdecoder zum Einsatz. Je einer steuert die Integer-Kerne an, die beiden anderen arbeiten auf zwei 128-Bit-Einheiten der FPU.

Dieses auch als "shared frontend" bezeichnete Konstrukt soll die Arbeit selbsttätig auf die eigentlichen Rechenwerke verteilen. Damit das noch effizienter wird, ist der L1-Cache für Befehle mit 64 KByte pro Modul doppelt so groß wie bei Intels Sandy Bridge - da der Cache aber zwei Integer-Einheiten versorgen muss, relativiert sich dieser Vorteil. Anders als bei Intels Sandy Bridge kann sich das Frontend aber nicht schlafen legen, wenn gerechnet wird - nur das gesamte Modul kann sich abschalten, wenn keines der Rechenwerke etwas zu tun hat.

Obwohl AMD möglichst viele Funktionseinheiten in einer Bulldozer-CPU doppelt verwendet, ist das Die des in 32 Nanometern Strukturbreite gefertigten Prozessors mit 315 Quadratmillimetern recht groß. Zum Vergleich: Intel braucht für die vier Kerne von Sandy Bridge bei gleicher Strukturbreite nur 225 Quadratmillimeter - und zwar inklusive eines Grafikkerns.

Das liegt auch an den anderen recht großen Caches von Bulldozer: Je 2 MByte L2-Cache besitzt ein Module, alle Einheiten teilen sich 8 MByte L3-Cache. Dieser ist in manchen Folien von AMDs Präsentationen falsch beschriftet: Dort sind 2 MByte L3-Cache verzeichnet, es sind aber 8 MByte. Insgesamt kommt Bulldozer so auf 16 MByte L2- und L3-Cache, was schon auf seine ursprüngliche Konzeption als Server-CPU hindeutet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 AMD FX-CPU im Test: Fast acht Kerne und auch fast schnellerAVX, FMADD - und ein besserer Turbo 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10.  


Anzeige
Hardware-Angebote

Anonymer Nutzer 18. Okt 2011

Zwar bin ich begeisterter Linux (Ubuntu) Nutzer, allerdings verwechseln sie da was...

Anonymer Nutzer 16. Okt 2011

Ich habe mir mehrere Test mit Ergebnissen im Netz angeschaut. Vieles ist vom Test selbst...

Lokster2k 16. Okt 2011

Mangelnde Durchsetzungsfähigkeit im PR-Bereich bzw. zu hohe damit verbundene Kosten...

Crass Spektakel 14. Okt 2011

Der i7-870 ist gerademal 3-4% schneller, wen interessiert denn irgendwas unterhalb von...

Crass Spektakel 14. Okt 2011

Ich sehe das Problem nicht weshalb der Bulldozer so unglücklich seine Prozesse unter...


Folgen Sie uns
       


Xbox Series S ausgepackt

Wir packen beide Konsolen aus und zeigen den Lieferumfang.

Xbox Series S ausgepackt Video aufrufen
Energie- und Verkehrswende: Klimaneutrales Fliegen in weiter Ferne
Energie- und Verkehrswende
Klimaneutrales Fliegen in weiter Ferne

Wasserstoff-Flugzeuge und E-Fuels könnten den Flugverkehr klimafreundlicher machen, sie werden aber gigantische Mengen Strom benötigen.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Luftfahrt Neuer Flughafen in Berlin ist eröffnet
  2. Luftfahrt Booms Überschallprototyp wird im Oktober enthüllt
  3. Flugzeuge CO2-neutral zu fliegen, reicht nicht

iPhone 12 Pro Max im Test: Das Display macht den Hauptunterschied
iPhone 12 Pro Max im Test
Das Display macht den Hauptunterschied

Das iPhone 12 Pro Max ist größer als das 12 Pro und hat eine etwas bessere Kamera - grundsätzlich liegen die beiden Topmodelle von Apple aber nah beieinander, wie unser Test zeigt. Käufer des iPhone 12 Pro müssen keine Angst haben, etwas zu verpassen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler
  2. iPhone Magsafe ist nicht gleich Magsafe
  3. Displayprobleme Grünstich beim iPhone 12 aufgetaucht

Boothole: Kein Plan, keine Sicherheit
Boothole
Kein Plan, keine Sicherheit

Völlig vorhersehbare Fehler mit UEFI Secure Boot führen vermutlich noch auf Jahre zu Problemen. Vertrauen in die Technik weckt das nicht.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


      •  /