Überwachung

In welchen Bundesländern der Staatstrojaner eingesetzt wird

Der Staatstrojaner wurde aus Bayern an andere Bundesländer verteilt. Brandenburg will Backdoor:W32/R2D2.A von einer Bundesbehörde erhalten haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Proteste im Jahr 2007
Proteste im Jahr 2007 (Bild: Alex Grimm/Reuters)

Die Innenministerien von fünf Bundesländern haben eingeräumt, die vom Chaos Computer Club veröffentlichte Staatstrojanersoftware für die Quellen-TKÜ einzusetzen. Dies sind die Länder Bayern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Baden-Württemberg. Baden-Württemberg kündigte an, die Software vorübergehend nicht mehr zu verwenden.

Stellenmarkt
  1. SAP BW Inhouse Berater (m/w/d) mit Schwerpunkt SAC
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main, Dortmund
  2. Mitarbeiter*in (m/w/d) für den technischen Support Medientechnik/IT
    VAV Medientechnik GmbH, Buxtehude, München, Landsberg
Detailsuche

"Bei der Polizei Baden-Württemberg wird eine Basissoftware wie in Bayern verwendet", so die Landesbehörde. SPD-Innenminister Reinhold Gall habe "heute verfügt, diese Software vorläufig nicht weiter einzusetzen und ihre Verwendung mit dem Bund und den anderen Bundesländern rechtlich zu überprüfen."

Das bayerische Landesinnenministeriums habe seit April 2011 fünfmal die staatliche Spionagesoftware eingesetzt, sagte ein Sprecher. Dabei wurden auch zehntausende Screenshots aufgenommen. In allen Fällen sei dies richterlich genehmigt gewesen.

Das Brandenburger Innenministerium habe den Staatstrojaner im rechtlichen Rahmen und mit richterlicher Genehmigung eingesetzt, sagte ein Sprecher. Da Brandenburg selbst nicht im Besitz des Staatstrojaners war, wurde eine Bundesbehörde um Amtshilfe gebeten. Nordrhein-Westfalen prüft noch, ob der Trojaner von Ermittlern verwendet wurde.

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der Staatstrojaner darf laut den Vorgaben in engen Grenzen VoIP-Telefonate abhören. Die Spionagesoftware, die das finnische Sicherheitsunternehmen F-Secure Backdoor:W32/R2D2.A nennt, kann aber auch Inhalte per Bildschirmfoto ausspionieren und nach dem Nachladen von Funktionen wird der Vollzugriff auf den Rechner möglich: Damit wird das Hinterlegen gefälschten belastenden Materials oder das Löschen von Dateien möglich, erklärte der Chaos Computer Club.

Dem CCC liegen laut Angaben eines Sprechers gegenüber Golem.de mehrere Versionen des Staatstrojaners vor. "Wir haben einen von mehreren", sagte er. Der Bayerntrojaner sei nur "einer davon".

SPD, FDP und Grüne forderten eine unabhängige Überprüfung der Überwachungssoftware. Der Innenexperte der Linken, Jan Korte, sagte: "Bund und Länder brauchen keinen Software-, sondern einen Sicherheitsbehörden-TÜV. Das Schadprogramm wurde von Beamten erworben und eingesetzt, die gewusst haben müssen, dass sie damit rechtswidrig handeln." Nötig sei, die Onlinedurchsuchung und die Quellen-Telekommunikationsüberwachung sofort einzustellen, weil es technisch nicht möglich wäre, ihre Anwendungen garantiert verfassungskonform zu gestalten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anonymer Nutzer 12. Okt 2011

Gute Frage und für die Antwort werde ich wohl meine Kugel befragen müssen. Das dauert ein...

Anonymer Nutzer 12. Okt 2011

und sich für unsere Freiheit einsetzen. Frage mich ob überhaupt die restlichen 81999980...

matth46 12. Okt 2011

Oder DigiTask selbst? "Perhaps that was the only way they knew of to "test" their...

MyHigh 12. Okt 2011

Auch wieder wahr ;D aber immerhin heisst weniger Schulden = mehr Kohle die man guten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk und Manchester United
Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche

Wenn Musk twittert, zittern die Anleger und nun auch Fußball-Fans. Wie sich der Milliardär endgültig ins Abseits bewegt und wie die Öffentlichkeit damit umgehen sollte.
Ein IMHO von Lennart Mühlenmeier

Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
Artikel
  1. Anti-Scalper: Amazon verkauft Playstation 5 nur noch mit Einladung
    Anti-Scalper
    Amazon verkauft Playstation 5 nur noch mit Einladung

    Prime ist nicht mehr nötig, aber dafür eine Einladung: Wegen anhaltender Lieferengpässe hat Amazon den Bestellvorgang bei der PS5 geändert.

  2. Windows XP: Janet Jacksons Popsong brachte Laptops zum Absturz
    Windows XP
    Janet Jacksons Popsong brachte Laptops zum Absturz

    Einmal laut Rhythm Nation gehört, schon stürzte Windows XP ab: Microsoft-Entwickler Chen erzählt vom skurillen Verhalten alter Notebooks.

  3. Post-Quanten-Kryptografie: Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer
    Post-Quanten-Kryptografie
    Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer

    Die US-Behörde NIST standardisiert neue Public-Key-Algorithmen - um vor zukünftigen Quantencomputern sicher zu sein.
    Eine Analyse von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar bei Amazon & Co. • MSI Geburtstags-Rabatte • Neuer Saturn-Flyer • Game of Thrones reduziert • MindStar (MSI RTX 3070 599€) • Günstig wie nie: MSI 32" WHD 175 Hz 549€, Zotac RTX 3080 12GB 829€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /