Abo
  • IT-Karriere:

Pre-Crime

Das DHS will wissen, was du planst

Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat ein System zur Verbrechensverhinderung entwickeln lassen. Es soll die bösen Absichten eines Menschen anhand bestimmter Körpermerkmale wie Herz- und Atemfrequenz erkennen. Erste Feldtests hat das DHS bereits durchgeführt.

Artikel veröffentlicht am ,
DHS: böse Absichten schnell, sicher und aus der Ferne erkennen
DHS: böse Absichten schnell, sicher und aus der Ferne erkennen (Bild: DHS/Screenshot: Golem.de)

Einen Verbrecher erkennen, bevor er zuschlägt, eine Straftat verhindern, bevor sie begangen wird - das ist der Traum eines jeden Strafverfolgers. Bisher war so etwas Science-Fiction. Doch in letzter Zeit hat das Gedankenlesen Fortschritte gemacht: So haben Wissenschaftler ein gerade gesehenes Videobild aus dem Gehirn auslesen können. Warum also nicht auch den Plan, ein Verbrechen zu begehen?

Hinweise auf eine böse Absicht

Stellenmarkt
  1. Schenck Process Europe GmbH, Darmstadt
  2. GK Software SE, Schöneck, Jena, Köln, St. Ingbert, Hamburg

Future Attribute Screening Technology (Fast) heißt ein Projekt des US-Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS). Ziel ist es, aus Daten, die Sensoren von einem Menschen aufnehmen, "Hinweise, die auf eine böse Absicht (die Absicht oder der Wunsch, Schaden zu verursachen) deuten, schnell, zuverlässig und aus der Ferne zu erfassen", beschreibt das DHS.

Allerdings schaut das DHS dem potenziellen Täter nicht ins Gehirn, sondern auf den Körper: Die Sensoren messen Signale des Herz-Kreislauf-Systems, die elektrodermale Aktivität, Pheromone und die Atemfrequenz einer Person. Zudem werden Ton- und Videoaufnahmen von ihr gemacht, um Sprache und Bewegungen zu erfassen. Aus diesen Daten sowie weiteren, wie ethnische Zugehörigkeit oder Geschlecht, soll dann darauf geschlossen werden, ob diese Person ein Verbrechen begehen will.

Mehrere Tests

Was sich wie Science-Fiction anhört, ist bereits Wirklichkeit: Das DHS hat das Fast-System bereits an DHS-Mitarbeitern getestet. Das geht aus einem teilweise geschwärzten Dokument des DHS hervor. Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Privacy Information Center (Epic) hatte unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (Freedom of Information Act, Foia) erreicht, dass das DHS verschiedene Dokumente über Fast herausgegeben hat.

Außerdem hat das DHS in diesem Frühjahr mindestens einen Feldtest an Bürgern im Nordosten der USA durchgeführt. Dieser sei an einem belebten Ort, aber nicht an einem Flugplatz, durchgeführt worden, sagte DHS-Sprecher John Verrico dem britischen Wissenschaftsmagazin Nature.

Anonyme Daten

Die Teilnahme an dem Fast-Programm sei freiwillig, erklärte ein namentlich nicht genannter DHS-Sprecher dem Branchendienst Cnet. Zudem sei das System nicht dazu ausgelegt, personenbezogene Daten zu erfassen und zu speichern. Selbst wenn das System in der Zukunft regulär eingesetzt werden sollte, würden keine personenbezogenen Daten erhoben.

Alle von Fast erfassten Daten würden anonym gespeichert und dienten zur Auswertung der Tests, sagte der Sprecher. In einer Präsentation des Ministeriums heißt es, die Treffergenauigkeit des Systems liege bei 80 Prozent.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 27“ großer NANO-IPS-Monitor mit 1 ms Reaktionszeit und WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440)
  2. (u. a. Ghost Recon Wildlands Ultimate Edition für 35,99€, The Banner Saga 3 für 9,99€, Mega...
  3. (u. a. Predator - Upgrade, Red Sparrow, Specttre, White Collar - komplette Serie)
  4. (Samsung 970 EVO PLus 1 TB für 204,90€ oder Samsung 860 EVO 1 TB für 135,90€)

naturefreak 13. Okt 2011

ich finde es sehr bemerkenswert wie rückständig und paranoid solche "organiastionen" wie...

fridojet 12. Okt 2011

Mmmhh....

dEnigma 12. Okt 2011

Eine Lehre, die im Gegensatz zu Phrenologie, immer noch mit Erfolg angewendet wird...

dEnigma 12. Okt 2011

Sieh können einen mit erhobenem Messer aufhalten und dich des versuchten Mordes...

tingelchen 12. Okt 2011

Da bränd das System wegen Überlastung durch und verabschiedet sich mit einem kleinen...


Folgen Sie uns
       


FX Tec Pro 1 - Hands on

Das Pro 1 von FX Tec ist ein Smartphone mit eingebauter Hardware-Tastatur. Der Slide-Mechanismus macht im ersten Kurztest von Golem.de einen sehr guten Eindruck.

FX Tec Pro 1 - Hands on Video aufrufen
Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

Telekom Smart Speaker im Test: Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht
Telekom Smart Speaker im Test
Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Die Deutsche Telekom bietet derzeit den einzigen smarten Lautsprecher an, mit dem sich parallel zwei digitale Assistenten nutzen lassen. Der Magenta-Assistent lässt einiges zu wünschen übrig, aber die Parallelnutzung von Alexa funktioniert schon fast zu gut.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Smarte Lautsprecher Amazon liegt nicht nur in Deutschland vor Google
  2. Pure Discovr Schrumpfender Alexa-Lautsprecher mit Akku wird teurer
  3. Bose Portable Home Speaker Lautsprecher mit Akku, Airplay 2, Alexa und Google Assistant

Akku-FAQ: Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!
Akku-FAQ
Vergesst den Memory-Effekt - vorerst!

Soll man Akkus ganz entladen oder nie unter 20 Prozent fallen lassen - oder garantiert ein ganz anderes Verhalten eine möglichst lange Lebensdauer? Und was ist mit dem Memory-Effekt? Wir geben Antworten.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Müll Pfand auf Fahrrad-Akkus gefordert
  2. Akku-FAQ Wo bleiben billige E-Autos?
  3. Echion Technologies Neuer Akku soll sich in sechs Minuten laden lassen

    •  /