Abo
  • Services:

Raumfahrt

Sprite - der Satellit für jedermann

Der Minisatellit Sprite ist kleiner als ein Handteller. US-Wissenschaftler haben eine Spendenaktion gestartet, um in einigen Jahren hunderte oder tausende Sprites ins All zu schießen. Für 1.000 US-Dollar kann ein Spender einen Satelliten selbst programmieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Minisatellit Sprite: geschrumpfter Sputnik im Sonnenwind
Minisatellit Sprite: geschrumpfter Sputnik im Sonnenwind (Bild: Kicksat)

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, ein eigenes Raumschiff ins All zu schicken? Zachary Manchester und seine Kollegen von der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York machen es möglich: Sie haben ein Miniraumschiff entwickelt, das sich jedermann leisten kann.

Stellenmarkt
  1. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  2. BWI GmbH, Nürnberg

Sprite sei das kleinste Raumfahrzeug der Welt, erklärt Manchester. Es ist gerade 1 Zoll (2,54 Zentimeter) x 1 Zoll groß. Vorteil der kleinen Dimension: Es lassen sich viele Sprites auf wenig Platz ins All transportieren, was die hohen Kosten für den Transport senken soll.

Segelnder Satellit

Auf dem 1 Quadratzoll (6,4 Quadratzentimeter) großen Siliziumchip sitzen ein Mikrocontroller, einige Solarzellen, die für die Energie sorgen, Kondensatoren, die den Strom speichern, und ein Funkmodul und zwei Antennen, damit Sprite nach Hause telefonieren kann. Einen Antrieb braucht ein Sprite nicht: Das Raumfahrzeug ist so klein, dass es wie ein Staubteilchen mit dem Sonnenwind segeln kann.

Die Kommunikation mit den Sprites soll über Genso abgewickelt werden. Das ist ein Netz aus Bodenstationen für die Kommunikation mit Satelliten, das von Funkamateuren und Universitäten betrieben wird.

Geschrumpfter Sputnik

Große Fähigkeiten hat Sprite nicht: "Diese erste Version kann nicht viel mehr als ihren Namen und ein paar Daten übertragen - Sie können sie sich als geschrumpften Sputnik vorstellen -, aber künftige Versionen könnten mit jedem denkbaren Sensor, der darauf passt, ausgestattet werden, vom Thermometer bis zu Kameras", erklärt Manchester.

Sprite werde die Art und Weise, wie wir über Raumfahrt denken und die Möglichkeiten, daran teilzuhaben, ändern, sagt Manchester. Ziel sei, die immensen Kosten für die Raumfahrt zu senken. Das solle es "jedem, vom neugierigen Oberschüler über den Bastler im Keller bis hin zum Wissenschaftler, ermöglichen, das zu erkunden, was bisher Regierungen und Großunternehmen vorbehalten war." Er hat den Spendenaufruf Kicksat auf der Website Kickstarter eingestellt, um einen Kicksat zu füllen und voraussichtlich 2013 ins All zu schießen.

Container fürs All

Der Kicksat ist ein sogenannter Cubesat. Das ist eine 10 x 10 x 10 Zentimeter große und maximal 1 Kilogramm schwere Kiste, in der Kleinsatelliten wie Sprite günstig ins All transportiert werden können. In eine dieser Weltraumtransportkisten passen laut Manchester "hunderte oder sogar tausende Sprites".

Die Cubesats haben eine Standardgröße. Eine eigens dafür entwickelte Startvorrichtung kann drei dieser Cubesats aufnehmen, die von einer Trägerrakete als Sekundärnutzlast mitgenommen wird. Ist der Cubesat im Orbit angekommen, wird er über ein Funksignal von der Erde aus geöffnet, um die Kleinsatelliten herauszulassen. Die Sprites sollen in eine niedrige Umlaufbahn entlassen werden. Nach wenigen Tagen oder Wochen werden sie wieder in die Erdatmosphäre eintreten und dort verglühen.

Günstiger Weltraumtransport

Das Cubesat-Programm wurde von California Polytechnic State University in San Luis Obispo initiiert. Ziel war, es Universitäten und Unternehmen zu ermöglichen, günstig Kleinsatelliten in die Umlaufbahn transportieren zu können.

Manchester will über den Spendenaufruf 30.000 US-Dollar einwerben. Die Mindestspende beträgt 1 US-Dollar. Wer 25 US-Dollar spendet, dessen Name wird auf dem Kicksat verewigt. Für eine Spende in Höhe von 75 US-Dollar erhält der Spender ein nicht funktionsfähiges Modell eines Sprite. Eine Spende von 300 US Dollar ermöglicht den Start eines Sprite, den der Spender dann sein Eigen nennen kann. Für eine 1.000-US-Dollar-Spende bekommt der Spender den Sprite vorab zugeschickt und kann ihn selbst programmieren und später auch die Funksignale empfangen. Wer 5.000 US-Dollar beiträgt, darf aus dem Kontrollzentrum in Ithaca verfolgen, wenn der Kicksat geöffnet wird. Der erste, der 10.000 US-Dollar oder mehr spendet, darf diesen Vorgang starten. Die Spendenaktion läuft noch bis zum 3. Dezember 2011.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 18,99€
  2. ab 225€

Ralf Werter 13. Okt 2011

Spirit . Was nun. Wie kann man diese Idee weiter verfolgen .

razer 12. Okt 2011

Ich glaub deine Betonung lag eher auf "Kameras" als auf "gefunden", oder willst du, dass...

Ralf Werter 12. Okt 2011

Genau.! Lies meinen komentar dazu ! lg

Konfuzius Peng 12. Okt 2011

In eine dieser Weltraumtransportkisten passen laut Manchester "hunderte oder sogar...

sofias 11. Okt 2011

Erstmal die Hummer hochladen


Folgen Sie uns
       


Besuch im Testturm Rottweil von Thyssen-Krupp - Bericht

Thyssen-Krupp testet in Baden-Württemberg in einen Turm einen revolutionären Aufzug, der ohne Seile auskommt.

Besuch im Testturm Rottweil von Thyssen-Krupp - Bericht Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Google: Stadia tritt gegen Gaming-PCs, Playstation und Xbox an
Google
Stadia tritt gegen Gaming-PCs, Playstation und Xbox an

GDC 2019 Google streamt nicht nur so ein bisschen - stattdessen tritt der Konzern mit Stadia in direkte Konkurrenz zur etablierten Spielebranche. Entwickler können für ihre Games mehr Teraflops verwenden als auf der PS4 Pro und der Xbox One X zusammen.
Von Peter Steinlechner


    Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
    Tom Clancy's The Division 2 im Test
    Richtig guter Loot-Shooter

    Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
    Von Jan Bojaryn

    1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
    2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

      •  /