Abo
  • Services:

Cablegate

Ministerium will Nutzerdaten von Wikileaks-Mitarbeiter

US-Behörden haben erneut die Herausgabe vertraulicher Daten von Wikileaks-Mitarbeiter Jacob Appelbaum erwirkt: Zwei E-Mail-Provider sollen den Behörden Kommunikationsdaten von Appelbaum übergeben. Anfang des Jahres hatten sie das auch schon von Twitter verlangt.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Justizminister Eric Holder: Nutzerdaten verlangt
US-Justizminister Eric Holder: Nutzerdaten verlangt (Bild: US-Justizministerium)

Das US-Justizministerium hat einen geheimen Gerichtsbeschluss erwirkt, um an Daten von E-Mail-Konten des Wikileaks-Mitarbeiters Jacob Appelbaum bei Google und bei Sonic.net zu kommen. Die Behörden hätten jedoch nicht die Mails selbst gewollt, sondern unter anderem wissen wollen, mit wem Appelbaum in den letzten zwei Jahren kommuniziert habe, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

Stellenmarkt
  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf
  2. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Sonic.net habe gegen den Gerichtsbeschluss Einspruch erhoben, sagte Unternehmenschef Dane Jasper. Dieser sei aber abgelehnt worden. Sowohl Sonic.net als auch Google hätten die Behörden dazu gedrängt, Appelbaum über den Gerichtsbeschluss zu informieren, erfuhr die Zeitung von Quellen, die Detailkenntnisse über den Vorgang haben.

Es ist nicht das erste Mal, dass Appelbaum, der auch für das Anonymisierungsnetzwerk TOR arbeitet, ins Visier der US-Behörden gerät: Im Sommer 2010 war er bei der Einreise in die USA aufgehalten, durchsucht und befragt worden. Appelbaum hatte kurz zuvor Wikileaks-Gründer Julian Assange auf einer Konferenz vertreten.

Anfang dieses Jahres hatte das US-Justizministerium von Twitter die Herausgabe von Daten mehrerer Nutzerkonten verlangt. Das Ministerium wollte personenbezogene Daten wie Adresse und Telefonnummer sowie Nutzungsdaten, etwa wann und von welcher IP-Adresse aus ein Konto genutzt wurde. Darunter war auch Appelbaums Konto. Eine Klage der betreffenden Nutzer wurde zwar zurückgewiesen, laut WSJ hat Twitter die Daten aber bisher nicht übergeben.

Zwischen beiden Gerichtsbeschlüssen nach der Herausgabe von Daten besteht ein Zusammenhang. Offensichtlich suchen die US-Behörden immer noch nach dem Verantwortlichen, der im vergangenen Jahr Wikileaks größere Mengen geheimer US-Dokumente zugespielt hat.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 0,00€
  2. (heute u. a. Be quiet Dark Base 900 139,90€, Intenso 960-GB-SSD 149,90€)
  3. (u. a. Far Cry 5, Skyrim Special Edition, Tekken 7, The Witcher 3, Ghost Recon Wildlands...

Pointer 10. Okt 2011

...sondern unter anderem wissen wollen, mit wem Appelbaum in den letzten zwei Jahren...


Folgen Sie uns
       


FritzOS 7 - Test

FritzOS 7 steckt voller sinnvoller Neuerungen: Im Test gefallen uns der einfach einzurichtende WLAN-Gastzugang und die praktische Mesh-Übersicht. Nachholbedarf gibt es aber noch bei der NAS-Funktion.

FritzOS 7 - Test Video aufrufen
Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    Geforce RTX 2080 (Ti) im Test: Nvidias Turing-Grafikkarten sind konkurrenzlos
    Geforce RTX 2080 (Ti) im Test
    Nvidias Turing-Grafikkarten sind konkurrenzlos

    Technisch gibt es an der Geforce RTX 2080 (Ti) nichts zu meckern: Die Grafikkarten mit Nvidias Turing-Architektur sind extrem schnell und das Referenz-Design ist dabei dennoch erfreulich leise. Wer Deep-Learning- oder Raytracing-Optik will, muss aber teuer bezahlen und vorerst warten.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Grafikkarten Das kann Nvidias Turing-Architektur
    2. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
    3. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt

      •  /